FEM optimiert Time-to-market-Prozess Besucherrekord am 21. Cadfem-Usermeeting

Autor / Redakteur: Matthias Böhm, Chefredaktor SMM / Matthias Böhm

Mit über 200 Besuchern verzeichnete das 21. Cadfem-Usermeeting einen neuen Besucherrekord. Das grosse Interesse zeigt auf, dass FEM-Methoden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ein ABB-Experte sagt, warum FEM- Analysen einen so hohen Stellenwert haben.

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Über 200 Teilnehmer konnte das 21. Cadfem-Usermeeting in diesem Jahr gewinnen. Die FEM-Analyse wird zunehmend wichtiger, um die «Time-to-market-Prozesse» zu verkürzen.
Über 200 Teilnehmer konnte das 21. Cadfem-Usermeeting in diesem Jahr gewinnen. Die FEM-Analyse wird zunehmend wichtiger, um die «Time-to-market-Prozesse» zu verkürzen.
(Matthias Böhm)

Das 21. Cadfem-Usermeeting fand in diesem Jahr nicht zuletzt aufgrund des hohen Besucherinteresses erstmalig im Technorama in Winterthur statt. Die grosse Anzahl der FEM-Spezialisten zeigt, dass FEM-Simulation in der Konstruktion zunehmend wichtiger wird.

FEM optimiert Time-to-market-Prozess

Wie Markus Dutly, Geschäftsführer der Cadfem (Schweiz) AG, am Ansys-Usermeeting in seiner Einführungsrede sagte, bringe die FEM-Simulation von Bauteilen massive Vorteile, um nicht nur den immer komplexer werdenden Konstruktionsprozess effizienter zu machen, sondern den gesamten Time-to-market-Prozess positiv zu beeinflussen.

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Ziel sei, die Simulationsverfahren in der Art zu optimieren, dass bereits der erste Versuch die FEM-Simulationen validiert und man somit erheblich schneller von der Prototypenentwicklung in die Serienfertigung gehen kann.

Technologische Trends

Zwei Vorträge (Ralf Schläpfer, Geschäftsleitungsmitglied Deloitte, und Luca Roncarati, Zellweger Ingenieursgesellschaft GmbH) beschäftigten sich mit den technologischen Trends in den kommenden Jahren. R. Schläpfer sagte, die Entwicklungen und zukünftige Marktdurchdringungen neuer Technologien würden nur selten richtig eingeschätzt. Die zukünftige Bedeutung und mögliche Nutzung von Handys wurde noch vor 20 Jahren in Umfragen völlig falsch von der Bevölkerung eingeschätzt. Das war eine Fehleinschätzung, wie sie typisch sei für die Einschätzung von Entwicklungen neuer Technologien. Denn heute seien Handys respektive Smartphones aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Er zeigte anhand von Beispielen auf, wie rasant sich die Technologie ändert und wie die Gesellschaft diese Technologien akzeptiert und nutzt. Der Wandel der Technologie stelle Unternehmen zum Teil vor enorme Herausforderungen. Kodak beispielsweise, früher der führende analoge Fotomaterialhersteller, existiert aufgrund der digitalen Fotografie nicht mehr. Fuji dagegen habe sich frühzeitig in Richtung Digitalisierung entwickelt, sich den veränderten Rahmenbedingungen gestellt: mit Erfolg.

Industrie 4.0 wichtiges Zukunftsthema

Genau deshalb sei es wichtig, dass Unternehmen die Zeichen nicht nur erkennen, sondern auch wissen, wie sie handeln müssten, um strukturelle Veränderungen frühzeitig anzugehen. Hier sprach R. Schläpfer das Thema Industrie 4.0 an, an dem man in den nächsten Jahren nicht vorbeikommen werde, wenn man den Anschluss an die moderne Industrie nicht verpassen wolle. Heute sei das vielen Unternehmen noch nicht bewusst. Aber in fünf Jahren könne es zu spät sein.

Industrie 4.0 in der Landwirtschaft

Ein praktisches Beispiel zum Thema Industrie 4.0 aus der Landwirtschaft: Um die Böden optimal zu düngen, fliegen vor den Düngemaschinen Drohnen über den Boden, analysieren diesen und geben die Daten direkt an die Steuerung der Düngemaschinen, die den Boden entsprechend dieser Daten massgeschneidert und variabel düngen.

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