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Künstliche Intelligenz Bosch investiert 35 Mio. Euro in einen KI - Campus

Bosch verstärkt sein Engagement im Bereich der Künstlichen Intelligenzt (KI) und investiert rund 35 MIo. Euro in den Bau des Bosch AI Campus in Tübingen. Der Bezug des neuen Campus soll 2020 erfolgen und für rund 700 Experten Platz bieten, die an anwendungsbezogener KI arbeiten.

Bosch investiert 35 Mio. in einen KI-Campus in Tübingen. Künstliche Intelligenz ist für Bosch eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Das Technologieunternehmen plant, seine Aktivitäten in diesem Bereich weiter auszubauen.
Bosch investiert 35 Mio. in einen KI-Campus in Tübingen. Künstliche Intelligenz ist für Bosch eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Das Technologieunternehmen plant, seine Aktivitäten in diesem Bereich weiter auszubauen.
(Bild: Bosch)

Der Standort des neuen KI - Campus soll in räumlicher Nähe zu den Forschungsgebäuden des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und des AI Research Building der Universität Tübingen sein. Neben Laboren und Büroräumen wird er auch Flächen enthalten, auf denen sich Start-ups und externe Forschungsgruppen im Bereich der künstlichen Intelligenz temporär ansiedeln können. Frei zugängliche Bereiche im Erdgeschoss des neuen Campus sollen darüber hinaus den Experten-Austausch im Cyber Valley fördern. Auch der Öffentlichkeit sollen Teilbereiche des Campus zugänglich sein. Im neuen Gebäude werden Experten des Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI), aus verschiedenen Bosch-Geschäftsbereichen und aus Start-ups in Projekten zusammenarbeiten.

Bosch ist Gründungsmitglied des 2016 ins Leben gerufenen Cyber Valley. In dieser Forschungskooperation bündeln Partner aus Industrie, Wissenschaft und Politik die Kräfte, um die KI-Forschung in Baden-Württemberg voranzutreiben. Ziel ist es, Erkenntnisse der Grundlagenforschung rasch in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen.

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Aus der Forschung in die konkrete Anwendung

Bosch forscht an künstlicher Intelligenz, die sicher, robust und erklärbar ist. Seit vergangenem Jahr hat Professor Matthias Hein an der Universität Tübingen die von Bosch finanzierte Stiftungsprofessur inne. Zusätzlich hält das Unternehmen zwei „Industry on Campus“-Professuren, mit denen die Universität Experten aus dem industriellen Umfeld praxisnah in Forschung und Lehre einbindet.

Im Mittelpunkt der „Industry on Campus“-Professuren von Bosch stehen Fragestellungen im Vorfeld industrieller Anwendung. Ein Beispiel ist die vorausschauende Diagnose, mit der sich der Ausfall einer Maschine vorhersagen lässt, lange bevor der Defekt tatsächlich auftritt. Ein längerer Stillstand der Maschine kann durch die rechtzeitige Wartung vermieden werden. Die vorausschauende Diagnose ist ein Beispiel für maschinelles Lernen, das Forschungsschwerpunkt des BCAI ist. Derzeit ist das BCAI mit rund 200 Mitarbeitern an insgesamt sechs Standorten in Deutschland, den USA, Indien und Israel vertreten.

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