Einkaufsmanagerindex Aufschwung der deutschen Industrie nimmt Fahrt auf

Quelle: BME 2 min Lesedauer

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Der gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte «S&P Global Einkaufsmanagerindex Deutschland» (EMI) stieg von 52,2 im Juli auf 54,3 Punkte im August und damit auf den höchsten Wert seit 51 Monaten.

(Bild:  KI-generiert)
(Bild: KI-generiert)

Der Aufschwung des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland hat sich im August fortgesetzt. Hauptgrund dafür war ein beschleunigter Anstieg der Auftragseingänge, die den dritten Monat in Folge zunahmen und damit so stark, wie seit Februar 2022 nicht mehr. Beim Exportneugeschäft wurden ähnlich hohe Zuwächse verbucht. Umfrageteilnehmende begründeten den Nachfrageanstieg mit steigenden Verteidigungsausgaben, dem Bau von Rechenzentren sowie einem Lageraufbau bei vielen Unternehmen.

Druck auf Lieferketten lässt Einkaufsmenge deutlich steigen

Die Umfrageergebnisse signalisieren aber auch eine Zunahme der Lieferengpässe. Diese führten zu einer deutlich höheren Einkaufsmenge, da sich die Hersteller mit Rohmaterialien eindeckten. Die Vorsorgemassnahmen sowie die Steigerung der Produktion hatten den höchsten Zuwachs bei der Einkaufsmenge seit Mai 2022 zur Folge.

Die Lieferzeiten verlängerten sich im August so massiv wie seit drei Monaten nicht mehr. Zahlreiche Befragte erklärten diese Entwicklung mit einer höheren Nachfrage – vor allem nach elektronischen Bauteilen – und logistischen Problemen. Letztere wurden durch die niedrigen Wasserstände des Rheins verschärft.

Geschäftsklima hellt sich auf

Bezüglich der Geschäftsaussichten äusserten sich die Hersteller in Deutschland im August deutlich optimistischer als im Vormonat. Der entsprechende Index fiel so positiv aus wie seit Ausbruch des Krieges in Nahost nicht mehr und lag wieder über dem Langzeitmittel. Rund ein Drittel der Umfrageteilnehmenden rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit steigenden Produktionszahlen, aufgrund steigender Auftragseingänge, der Einführung neuer Produkte und der Hoffnung auf höhere Investitionen.

Die wichtigsten Ergebnisse ...

... im Konsumgüterbereich

  • Auftragseingänge sinken trotz höherer Exportumsätze
  • Geringster Produktionsrückgang seit sieben Monaten
  • Kostendruck auf niedrigstem Stand seit Februar

... im Vorleistungsgüterbereich

  • Höchste Produktionssteigerung seit mehr als fünf Jahren
  • Deutlicher Anstieg bei Neuaufträgen
  • Einkaufspreise erhöhen sich stark

... im Investitionsgüterbereich

  • Zuwachsraten bei Fertigung und Auftragseingängen ziehen an
  • Deutlichste Verlängerung der Lieferzeiten seit vier Jahren
  • Geschäftsausblick auf Sechsmonatshoch

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