Klimaerwärmung und alternative Mobilität

Elektro-Autos im Vergleich

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Die Mobilitätszukunft wird vielfältig

Wer nun auf ÖV und Fahrrad hofft, wird auch in Zukunft enttäuscht sein. Das Fahrrad wird zwar immer beliebter und gilt als kostengünstiger und klimafreundlicher Autoersatz, doch es mangelt an der richtigen Infrastruktur wie breitere Velospuren mit intelligenten Verkehrsführungen, die schnelleres und effizienteres Vorwärtskommen ermöglichen, oder Duschen und Umkleidekabinen am Arbeitsplatz. Auch hier muss viel getan und Geld investiert werden. Doch auch wenn dies erfüllt wäre, wäre der Klimaeffekt marginal. Dies sagt der Forscher für Verbrennungssysteme Prof. Konstantinos Boulouchos von der ETH Zürich. Wenn alle Fahrdistanzen von zehn Kilometer und weniger mit dem Fahrrad oder E-Bike gefahren werden, lägen die CO2-Einsparungen im besten Fall zwischen 8 und 19 Prozent. Ausserdem, nicht jeder kann oder mag auf das Auto verzichten. Es braucht schliesslich auch einen Willen, um bei Regen, Kälte und Schnee aufzusitzen. Geschweige denn, man muss etwas Grosses oder Schweres transportieren. Also muss es der ÖV richten, bei dem die theoretische Bilanz ebenfalls gut ausschaut. Aber auch hier stellt sich die Frage: Zu welchem Preis? Würden alle Pendler in den fünf grössten Schweizer Städten vollumfänglich auf den ÖV umsteigen, liesse sich rund 16 Prozent der CO2-Emissionen vermeiden, schrieb Boulouchos im ETH-Blog. Allerdings müsse die Transportkapazität um 50 Prozent erhöht werden. Es ist also nicht so einfach, wie es sich einige NGOs und Politiker erhoffen.

Noch hat die Revolution in der Verkehrs­politik insbesondere auf dem europäischen Kontinent nicht stattgefunden, trotz Verkaufssubventionierung bei Autos und obwohl Europa auf diesem Feld sich gerne visionär gibt. Will man den Klimawandel und die steigende Mobilität unter einen Hut bringen, muss aber was geschehen. Derzeit steckt die Welt in einer Übergangsphase zu sauberer Stromproduktion. Ob dieser erwünschte Wandel schnell genug erfolgen wird, um den Klimawandel aufzuhalten, ist dabei eine andere Frage. Weiterhin auf eine Alternative zu Elektroautos zu warten, ist keine hilfreiche Lösung. Ein Elektrofahrzeug statt ein Auto mit Motor und Auspuff ist derzeit die richtige Antwort auf die anfangs gestellte Frage. Denn, Schadstoffe müssen vermieden werden. Je weniger, desto besser. SMM

Infokasten BEV und PHEV Schweiz Beliebt und emissionsarm: Auto-Modelle in der Schweiz 17/18

Sie sind nicht die meistverkauften PKWs, aber unter den emissionsarmen Modelle die beliebtesten Fahrzeuge. Zumindest in den letzten vier Quartalen (Stand 11.7.18).

An erster Stelle steht bei den Batterieelektrischen Vehikel der Tesla Model S; ungeschlagen seit Jahren. Seine Vormachtstellung wackelt bereits. Bei den Plug-In Hybriden ist es der Mercedes GLC 350e. Beliebt sind bei beiden Antriebstypen grosse und teure Fahrzeuge. Doch eine erste Trendwende zeichnet sich ab, insbesondere beim Elektroantrieb werden vermehrt kleinere Stadtautos neu zugelassen. Noch ist der Markt für alternative Antrieb auf wenige Hersteller aufgeteilt. Vor allem die neuen Player aus China fehlen noch in den Verkaufsstatistiken.





Hier gelangen Sie zur Fotogalerie der beliebtesten Plug-In Hybrid-Fahrzeuge der Schweiz (Juli 2017 bis Juni 2018): Fotogalerie PHEV Schweiz

Und dasselbe für die Elektrofahrzeuge: Fotogalerie BEV Schweiz

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