Veranstaltung

Erfolgreiche Hausmesse bei Weiler

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Rund 600 Besucher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich Ende Juni bei der diesjährigen Hausmesse von Weiler über die Themen Automation, Ausbildung und Sicherheit im Werkzeugmaschinenbau informiert.
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Rund 600 Besucher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich Ende Juni bei der diesjährigen Hausmesse von Weiler über die Themen Automation, Ausbildung und Sicherheit im Werkzeugmaschinenbau informiert. (Bild: Weiler Werkzeugmaschinen GmbH)

Rund 600 Besucher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben sich Ende Juni bei der diesjährigen Hausmesse von Weiler über die Themen Automation, Ausbildung und Sicherheit im Werkzeugmaschinenbau informiert.

Im Rahmen einer umfassenden Ausstellung zeigte das Unternehmen bei konventionellen und zyklengesteuerten Präzisions-Drehmaschinen das vielfältige Maschinenprogramm einschliesslich seiner CNC-Drehzentren und Radialbohrmaschinen. Daneben erwartete die Kunden und Interessenten aus Industrie, Ausbildung und Berufsschule ein vielfältiges Programm aus Werksrundgängen, Live-Vorführungen, Partnerpräsentationen und Vorträgen. Viele Besucher lobten ausdrücklich die intensive persönliche Betreuung und Beratung durch die Mitarbeiter.

Jährlich bis zu 1000 Präzisions-Drehmaschinen

Seit seiner Gründung 1938 hat das mittelfränkische Familienunternehmen weltweit rund 150 000 Präzisions-Drehmaschinen für die Einzel- und Kleinserienfertigung verkauft. Rund 700 bis 1000 weitere Exemplare verlassen jedes Jahr die Hallen in Emskirchen. Absatzschwerpunkt ist der deutschsprachige Raum, dann folgen das europäische Ausland, Nordamerika und China. Bei rund vierzig Prozent liegt die Exportquote. Die Kunden stammen aus Branchen, bei denen es vorwiegend auf eine hohe Genauigkeit der Werkstückbearbeitung ankommt. Das Spektrum reicht von der Optikindustrie über den Werkzeug- und Formenbau bis zur Erdölförderung.

Nachhaltigkeit

Weiler sieht sich als Manufaktur für Präzisions-Drehmaschinen, die es in modularer Bauweise und mit einer hohen Fertigungstiefe von sechzig Prozent am fränkischen Firmensitz produziert. Aus seinem Werk im tschechischen Holoubkov bezieht es grosse Bauteile. Das mittelständische Unternehmen legt viel Wert auf Innovationen und Nachhaltigkeit und stattet seine Maschinen mit Programmen zur Zustandsüberwachung und Energieeinsparung aus. Auch in der Produktion wird viel Wert auf den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen gelegt. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Montagehallen gewinnt das Unternehmen selber Strom, und die Abwärme einer Biogasanlage wird in das Heizungsnetz eingespeist. Durch ein Bündel von Massnahmen konnten die CO2-Emission in den vergangen zehn Jahren um rund vierzig Prozent gesenkt werden.

Ausbildungsmaschinen oft zu alt

Viel Anklang fand auch das Vortragsprogramm. Wissenschaftler der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden und des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) Stuttgart sowie Praktiker aus Berufsschulen, Versicherungswirtschaft und Unternehmen stellten in ihren Referaten aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen vor.

Zur Situation der Ausbildung wies beispielsweise Dirk Jonischkeit von der Unfallkasse Hessen darauf hin, dass das durchschnittliche Alter der in Deutschland eingesetzten Maschinen bei 35 Jahren liege und diese kaum nachrüstbar seien. Die Sicherheitsstandards entsprächen dem Stand der 60er und 70er Jahre, gleichzeitig seien Auszubildende und Berufsanfänger besonders gefährdet. Denn bei jedem zweiten Unfall sei ein Mitarbeiter betroffen, der noch kein halbes Jahr im Unternehmen beschäftigt sei oder die jeweilige Tätigkeit ausführe.

Ausbildungsmaschinen mit Sicherheitsausstattung

Weiler produziert qualitativ hochwertige Ausbildungsmaschinen mit einer besonderen Sicherheitsausstattung. Hierzu gehören beispielsweise die doppelte, zweikanalige Überwachung von Haupt- und Achsantrieben und das optional erhältliche Lehrer-Identifikations-System «e-LISSY». Mit ihm können für jeden Auszubildenden individuelle, seinem Kenntnisstand angepasste Zugangsberechtigungen eingerichtet und unterschiedliche Funktionen freigeschaltet werden. Alle Ausbildungsmaschinen können gleichzeitig als vollwertige, energieeffiziente Produktionsmaschinen eingesetzt werden. <<

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