50 Jahre Mondlandung

Erste Mondlandung – Beginn einer (technischen) Ära

| Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Buzz Aldrin betritt im Rahmen der Apollo-11-Mission im Juli 1969 – vor 50 Jahren – die Mondoberfläche. Doch wer hat den Anzug entwickelt?
Buzz Aldrin betritt im Rahmen der Apollo-11-Mission im Juli 1969 – vor 50 Jahren – die Mondoberfläche. Doch wer hat den Anzug entwickelt? (Bild: NASA)

Am 20. Juli 1969 betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond. Inzwischen gibt es unter anderem eine dauerhaft bemannte Raumstation und Missionen zum Mars. Die Antriebstechnik war immer dabei – aber auch ein Unterwäsche-Hersteller.

Fünfzig Jahre ist es jetzt her, dass Apollo 11 auf dem Mond landete und der erste Mensch den Erdtrabanten betrat. Heute kommen Themen wie Weltraum-Tourismus, eine permanente Mondstation oder eine bemannte Marsmission auf. Der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte hat diese Entwicklung ermöglicht – auch die Antriebstechnik hat dazu beigetragen.

Leichte und kompakte Miniaturantriebe von Faulhaber haben bei vielen Raumfahrt- und Forschungsprojekten unter harten Weltraumbedingungen immer wieder ihre Zuverlässigkeit und Positioniergenauigkeit bewiesen. Die Antriebe sind vakuumtauglich und widerstehen höchsten mechanischen Belastungen. Ihre Komponenten sind optimal aufeinander abgestimmt und erreichen so eine sehr hohe Effizienz, so das Unternehmen.

Aktuell sind beispielsweise sechs Schrittmotoren mit Planetengetriebe im sensibelsten Seismometer, das je gebaut wurde (SEIS) auf dem Mars im Einsatz und versuchen zu klären, ob der rote Planet bebt. Bei den seismologischen Messungen haben sie gleich zwei Aufgaben: Sie bringen die Messmechanik in Balance und gleichen auftretende Spannungskräfte aus, die aufgrund starker jahreszeitlicher Temperaturschwankungen entstehen.

Schrittmotoren für hochauflösende Weltraum-Kameras

Auch an Bord der internationalen Raumstation ISS sind die kleinen Antriebe aus Schönaich zu finden. Bürstenlose DC-Motoren erlauben Cimon (Crew Interactive Mobile Companion), einem künstlichen Assistenten für Astronauten, sich an Bord frei zu bewegen. Bei der nächsten Mars-Mission im Jahr 2020 sind Schrittmotoren in hochauflösenden Kamerasystemen verbaut. Die Antriebe mit nur 10 mm Durchmesser positionieren die Objektive für gestochen scharfe Aufnahmen der Marsoberfläche. Auch zukünftig werden die kompakten Miniaturantriebe zur Weiterentwicklung der Weltraumforschung und Raumfahrt beitragen.

Künstlicher Assistent auf der ISS mit Faulhaber-Motoren

Servoantrieb

Künstlicher Assistent auf der ISS mit Faulhaber-Motoren

02.07.18 - Die „Crew“ der Horizons-Mission, die letzte Woche zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen ist, hat Motoren von Faulhaber an Bord. Sie dienen als Antrieb für den Astronauten-Assistenten Cimon (Crew Interactive Mobile Companion), ein wissenschaftliches Projekt mit der ersten künstlichen Intelligenz (KI) für die ISS. lesen

Eine Möglichkeit, um die Kosten bei kommerziellen Raketenstarts in Grenzen zu halten, besteht zum Beispiel darin, die Treibstoffverbrennung und damit den Verbrauch zu optimieren. Ein speziell entwickeltes Treibstoff-Trimmventil soll hierbei optimale Leistungen garantieren. Angetrieben wird es von den Servomotoren.

Der Bedarf an weltraumtauglichen Antriebssystemen, die vor allem zuverlässig, langlebig, klein und leicht sein müssen, steigt also ständig. Vor 50 Jahren, als Präzisionskugellager der Faulhaber-Tochter RMB (wurde später als MPS Teil der Faulhaber Group) in den Uhren der Astronauten beim ersten Schritt eines Menschen auf dem Mond dabei waren, hätte sich das kaum einer vorstellen können.

Hätten Sie es gewusst? Fakten zur Mondlandung

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