Geburtstagsfeier in Genf: 150 Jahre SIP

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Die Société d'lnstruments de Précision, kurz SIP, feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Gegründet von zwei Professoren, produzierte und reparierte man ursprünlgich wissenschaftliche Instrumente. Heute gehört SIP zur Starrag Gruppe und stellt ultrapräzise Bearbeitungszentren her.

Firmen zum Thema

Für eine Präzisionsbearbeitung von 2,5 bis 5,0 Mikrometer ausgelegt ist die neue SPC Serie SIP, die u.a. für die Komplettbearbeitung von präzisen Maschinenelementen für Verpackungs-, Textil- oder Werkzeugmaschinen zum Einsatz kommt.
Für eine Präzisionsbearbeitung von 2,5 bis 5,0 Mikrometer ausgelegt ist die neue SPC Serie SIP, die u.a. für die Komplettbearbeitung von präzisen Maschinenelementen für Verpackungs-, Textil- oder Werkzeugmaschinen zum Einsatz kommt.
(Bilder: SIP, Mitglied der Starrag Group)

SIP hat sich seit ihren Anfängen 1862 der Präzision verschrieben.

Ursprünglich entstand SIP als Manufaktur für wissenschaftliche Instrumente. Folgerichtig waren es auch Wissenschaftler und Professoren, die 1862 in Genf die „société pour la construction d'instruments de physique“ gründeten. Das Ziel der beiden Professoren Auguste de la Rive und Marc Thury war es eine kleine Fabrik zu gründen, die wissenschaftliche Instrumente baute und reparierte. Denn obwohl Genf in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Zentrum der Wissenschaft und Lehre war, gab es kein Unternehmen, das wissenschaftliche Instrumente baute und reparierte. Aus dem Mangel entstand also die SIP, in der Botanik-Professor und Physiklehrer Thury sofort eine Vielzahl von Instrumenten und Apparaten entwickelte, die bereits damals auf zehn Mikrometer exakt messen konnten.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

Erste Lehrenbohrmaschine

Die Produktionsanlagen waren rund ein halbes Jahrhundert später die Grundlagen für den Einstieg in den Werkzeugmaschinenbau: 1921 entstand die erste Lehrenbohrmaschine, die auf Mikrometer exakt bohrte und bei der Abweichungen mit Schrauben korrigiert wurden. Die präzise Bohrmaschine kam so gut an, dass SIP bis 1962 bereits 6000 davon weltweit verkaufte. Zwar stiegt das Unternehmen bereits 1951 in die NC-Technik ein, doch der Grundidee - Präzision durch solide Mechanik - halten die Genfer bis heute die Treue. Jean-Daniel Isoz, Direktor Produktion SIP: „Wir sorgen von vorneherein dafür, dass keine Zugspannungen bei der Montage der Maschine entstehen. Erst, wenn wir die perfekte Geometrie erreicht haben, kümmern wir uns um Kompensation etwa durch Elektronik.“

(ID:35870480)