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Schwache Inlandsnachfrage führt zu Innovationsstau
Der zaghafte Konsum in Europa entwickelt sich zu einem beunruhigenden Trend für die europäischen Werkzeugmaschinenhersteller, trotz ihres Erfolgs in den aufstrebenden Märkten. Das Exportverhältnis lag im vergangenen Jahr, insbesondere in einigen südeuropäischen Ländern, bei nahezu 100%. Das Exportgeschäft bedeutet für die Hersteller in der Regel höhere Kosten, daher geraten bei einer starken Abhängigkeit von Exporten die Gewinnspannen unter Druck. „Ein träger Inlandsmarkt führt ausserdem zu einer Unterbrechung der lebenswichtigen Verbindungen zwischen Lieferanten und ihren traditionellen Kunden, und damit zu einem Bruch im Innovationszyklus. Innovationen in der Werkzeugmaschinenindustrie gedeihen in einem starken Wirtschaftssystem, in dem Hersteller eng mit ihren Kunden zusammenarbeiten. KMUs, die wesentlicher Antriebsfaktor für Innovationen sind und gleichzeitig stark vom europäischen Markt abhängen, sind davon besonders betroffen“, erläutert Martin Kapp, Präsident des CECIMO. Daher wird die erneute Konsolidierung des Wachstums beim Inlandkonsum langfristig entscheidend dafür sein, dass künftige Innovationen weiterhin aus Europa kommen.
EU fördert "saubere Produktion"
CECIMO begrüsst daher den starken Fokus der Europäischen Kommission in ihrer jüngsten Mitteilung zur Industriepolitik auf die Fertigungseinrichtungsindustrie. Die Kommission hat "moderne Fertigungstechnologien für eine saubere Produktion“ als einen von sechs Prioritätsbereichen identifiziert, die das Wachstum in Europa antreiben werden. Die neu geschaffene Task Force on Advanced Manufacturing bringt ihr uneingeschränktes Engagement für die Erarbeitung von Massnahmen zum Ausdruck, die den Transfer von modernen Fertigungstechnologien in die europäische Fertigungsindustrie erleichtern. CECIMO unterstützt in vollem Umfang die Mobilisierung von EU-Finanzierungsinstrumenten und Darlehen der Europäischen Investitionsbank, die die Kunden dabei unterstützen, ihre Produktionslinien auf neueste Technologien aufzurüsten. Diese Art der Modernisierung wird zu einem steilen Anstieg der Produktivität und Ressourceneffizienz im Kundensegment beitragen, und gleichzeitig einen Impuls für Innovationen in der Werkzeugmaschinenindustrie bieten.
„Die direkteste Möglichkeit für die Fertigungsindustrie, im harten weltweiten Wettbewerb zu bestehen, besteht in der Forschungsförderung und vereinfachten Verbreitung der Ergebnisse an industrielle Nutzer. Die von der Werkzeugmaschinenindustrie ermöglichten starken Zuwächse bei Produktivität, Ressourcen und Energieeffizienz werden eine wichtige Rolle dabei spielen, die Umstellung auf eine weltweit wettbewerbsfähige, energieeffiziente Industrie in Europa zu ermöglichen“, erklärte CECIMO-Generaldirektor Filip Geerts.
Über CECIMO
CECIMO ist der europäische Dachverband der Werkzeugmaschinenhersteller. Im CECIMO sind 15 nationale Werkzeugmaschinenherstellerverbände zusammengeschlossen, die etwa 1500 Industrieunternehmen in Europa (EU, EFTA, Türkei) vertreten. Davon sind über 80 Prozent kleine und mittelständische Unternehmen. Die von CECIMO repräsentierten Unternehmen decken über 98 Prozent der gesamten Werkzeugmaschinenproduktion Europas und etwa ein Drittel der weltweiten Produktion ab. Sie haben fast 150000 Beschäftigte und erzielten 2012 einen Jahresumsatz von fast 22 Mrd. Euro. Über drei Viertel der Produktion der CECIMO-Länder wurden exportiert, die Hälfte ausserhalb Europas. <<
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