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Automation und Antriebstechnik Igus Schweiz GmbH: herausragende Energieketten-Anwendungen prämiert

| Redakteur: Hermann Jörg

>> Im Rahmen der Hannover-Messe hat die Igus GmbH als führender Hersteller von Energieketten-Systemen, -Leitungen und -Zubehör, die Ergebnisse ihres dritten weltweit ausgeschriebenen Wettbewerbs «vector award» bekannt gegeben. Gekürt wurden die Gewinner im Rahmen einer feierlichen Preisübergabe auf der Messe. Der Award steht offiziell unter der Schirmherrschaft der Robotation Academy der Hannover-Messe.

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Das sogenannte «twisterband» sorgt in einer Kantenbearbeitungsmaschine für die zuverlässige Energieversorgung der Werkzeugeinheit und ermöglicht Drehungen bis 1440 Grad in beide Richtungen.
Das sogenannte «twisterband» sorgt in einer Kantenbearbeitungsmaschine für die zuverlässige Energieversorgung der Werkzeugeinheit und ermöglicht Drehungen bis 1440 Grad in beide Richtungen.
(Bild: Igus)

joe. Nahmen am ersten Energieführungswettbewerb vor vier Jahren knapp 80 und vor zwei Jahren etwa 110 Einsender teil, so zählte die Jury dieses Jahr über 160 zum Teil spektakuläre Einsendungen aus allen Teilen der Welt, von China, Indien, Korea und Singapur über die USA, quer durch Europa bis zu Kanada und Brasilien. Die Jury bestand unter anderem aus Vertretern des Fachverbands Automation im Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI), dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen und dem TÜV Rheinland. Alle eingereichten Energieketten-Anwendungen finden sich unter www.vector-award.de beziehungsweise www.vector-award.com (englisch).

Rasantes Be- und Entladen grosser Pressen

Als erster Preis ging der goldene «vector» samt 5000 € Preisgeld an die Kuka Systems aus Augsburg für das Produkt «Cobra». Hier wurde ein neues Konzept entwickelt, das blitzschnell riesige Pressen be- und entlädt. Es besteht aus zwei Grundelementen, einem Roboter und einer Linearachse. Diese Innovation ermöglicht, die Ausbringungsleistung der Pressen zu erhöhen und den Pressenabstand zu verringern. Igus entwickelte hierzu eine Sondervariante seiner Standardenergiekette E6 mit neuen Verbindern, um den Aufbau des Cobra so kompakt wie möglich zu gestalten. Diese Energiekette läuft leise und vibrationsarm, sie passt damit perfekt zur Dynamik des Systems, das Bauteile zwischen den Pressen zielgenau und sehr schnell transportiert.

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Schläuche mit 300 mm Durchmesser führen

Silber-Award und 2500 € Preisgeld gingen an Joury van Gijseghem von DEME für das Projekt Amoras in Antwerpen. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Aufbereitung von rund 50 000 Tonnen Schlamm pro Jahr, der beim Ausbaggern der Schifffahrtswege des Antwerpener Hafens anfällt. Zentraler Bestandteil ist eine bogenförmige Brücke mit einer Spannweite von 150 m. Die Brücke trägt verfahrbare Hochleistungspumpen, die den Schlamm aus darunter liegenden Absetzbecken zur weiteren Aufbereitung befördern. Dies geschieht über Schläuche mit 300 mm Durchmesser. Zur Führung der Schläuche über die gesamte Brückenlänge kommt die grösste Polymer-E-Kette der Welt, die E4.350 mit 350 mm Innenhöhe, zum Einsatz. Das hohe Schlauchgewicht (ca. 100 kg pro m) und der Schutz vor mechanischem Abrieb durch spezielle Öffnungsstege mit Gleitrollen aus Iglidur gehören zu den besonderen Kennzeichen der Anwendung. Aufgrund des zusätzlichen Gewichts für die Brückenstruktur war eine schwere Stahlkette keine Alternative zur E4.350.

1440 Grad in beide Richtungen drehen

Den bronzenen «vector» und 1000 € Preisgeld hat Fabio Ferri der Firma SCM aus dem italienischen Rimini gewonnen. In deren Kanten-Bearbeitungsmaschine können Holz, PVC, Polypropylen und Aluminium verarbeitet werden. Um den Konturen des Werkstücks folgen zu können, muss das Werkzeug verschiedenste Bewegungen ausführen können, unter anderem Drehungen um die eigene Achse bis zu 1440 Grad in beide Richtungen. Für die Leitungsführung zum Werkzeug war daher eine Lösung gefordert, welche diese Bewegung mitmacht und zudem leicht ist. Ein vorher eingesetzter elektropneumatischer Verteiler war zu schwer, zu teuer und zu unflexibel. Das System «twisterband» von Igus konnte dagegen voll und ganz überzeugen. Die ausgelegte Anordnung von 6 Kettenmodulen kann den ganzen Bewegungsablauf abdecken, ist leicht und kostengünstig. <<

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