Jansen Machining Technology mit Grob Mannlose High-Mix-/Low-Volume-Fertigung realisiert

Quelle: Pressemitteilung 6 min Lesedauer

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Jansen Machining Technology aus Valkenswaard in den Niederlanden hat zwei neue 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren von Grob erfolgreich in Betrieb genommen. Die beiden Maschinen vom Typ «G350» sind an ein gross angelegtes Automatisierungssystem von BMO Automation angebunden. Mit dieser Fertigungszelle setzt Jansen auf eine mannlose High-Mix-/Low-Volume-Produktion für anspruchsvolle Kunden, unter anderem aus der Halbleiter- und Optikindustrie.

Jansen Machining Technology hat in zwei 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren von Grob in Kombination mit einem Automatisierungssystem von BMO Automation investiert.(Bild:  Grob-Werke GmbH & Co. KG)
Jansen Machining Technology hat in zwei 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren von Grob in Kombination mit einem Automatisierungssystem von BMO Automation investiert.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)

Jansen Machining Technology beschäftigt rund 75 Mitarbeiter und ist auf die hochpräzise Zerspanung spezialisiert. Im Fokus stehen Kunden mit höchsten Anforderungen an Genauigkeit, Sauberkeit und kurze Lieferzeiten. Gefertigt werden kleine bis mittlere Losgrössen, häufig mit komplexen Geometrien und engen Toleranzen. Um diese Märkte bedienen zu können, sind Investitionen in stabile Prozesse und eine zuverlässige mannlose Fertigung laut Twan Bussers, ehemaliger Geschäftsführer von Jansen Machining Technology, keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung. Seit Kurzem verantwortet er als Director Technology for Machining innerhalb der Anvil Group, zu der Jansen Machining Technology gehört, den Bereich Zerspanungstechnologie.

Jansen Machining Technology – Teil der Anvil Group

Jansen Machining Technology gehört zur Anvil Group. Die Unternehmensgruppe besteht aus mehreren spezialisierten Fertigungsunternehmen, darunter Job Precision, Rols, De Valk, Slagman, Contour Covering Technology und BKL Engineering. Gemeinsam treten sie unter dem Namen Anvil Industries auf und verfügen über Kompetenzen in den Bereichen Drehen, Fräsen, Blechbearbeitung, Additive Fertigung und Engineering.
Die Strategie der Anvil Group ist auf Wachstum und den Ausbau ihres Leistungsangebots für Kunden ausgerichtet. Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen kann die Gruppe komplexere Projekte übernehmen und eine grössere Rolle innerhalb der Lieferketten ihrer Kunden einnehmen. Projektübergreifende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmen wird dabei zunehmend zur Regel. Gleichzeitig bestehen konkrete Pläne für eine internationale Expansion nach Asien und Nordamerika. Die Fertigung bildet dabei das Fundament, unterstützt von VADO als langfristig orientiertem Investor mit klarem Fokus auf Kontinuität und technologische Weiterentwicklung.

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Das Ziel: 150 Produktionsstunden pro Woche

«Die steigende Nachfrage nach kleinen Losgrössen hochpräziser, komplexer Bauteile mit anspruchsvollen Toleranz- und Reinheitsanforderungen erfordert eine neue Art der Produktion. Gerade in den Hightech-Märkten wie der Halbleiterindustrie, für die wir arbeiten, sind die Anforderungen in den vergangenen zehn Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig werden kürzere Lieferzeiten und kleinere Losgrössen gefordert, während die Margen unter Druck stehen. Deshalb verfolgen wir das Ziel, unsere Maschinen 150 Stunden pro Woche in der Produktion laufen zu lassen, ohne auf Lager zu fertigen. Dafür braucht es zuverlässige und präzise Bearbeitungszentren sowie weitestgehend automatisierte und optimierte Prozesse. Aus diesem Grund haben wir in zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren von Grob in Kombination mit einer flexiblen Automatisierungslösung von BMO investiert», erklärt Bussers.

Auslöser für die Investition in die neue Fertigungszelle war zunächst eine Kapazitätserweiterung. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entwickelte sich daraus gleichzeitig ein Ersatzinvestitionsprojekt. Bewusst entschied sich das Unternehmen für die horizontale 5-Achs-Bearbeitung.

«Bei vertikalen Maschinenkonfigurationen ist der Spanabtransport nicht immer optimal, sodass Späne häufig in Taschen liegen bleiben. Das birgt das Risiko von Beschädigungen an Werkstück und Werkzeug. In einer mannlosen Fertigungsumgebung möchte man das unbedingt vermeiden. Bei der horizontalen Bearbeitung fallen die Späne aus dem Arbeitsraum heraus, was die Prozesssicherheit deutlich erhöht», so Bussers.

Bewährtes Maschinenkonzept für maximale Prozesssicherheit

Nach einer langen Auswahlphase standen schliesslich zwei Maschinenhersteller auf der Shortlist. Die Entscheidung fiel letztlich zugunsten von Grob. «In unserem Unternehmen gab es bereits Erfahrungen mit Grob-Maschinen, was das Vertrauen in das Unternehmen zusätzlich gestärkt hat. Ausschlaggebend war ausserdem das Maschinenkonzept von Grob. Die robuste Maschinenkonstruktion sowie die Anordnung der drei Linearachsen minimieren den Abstand zwischen den Führungen und dem Zerspanpunkt. Das sorgt für eine hohe Stabilität», erläutert Bussers.

Iggy Rolando (Grob-Werke, links) und Twan Bussers (Jansen Machining Technology) neben einer der neuen Grob «G350»-Maschinen, die für die automatisierte Fertigung hochwertiger Präzisionsbauteile eingesetzt wird.(Bild:  Grob-Werke GmbH & Co. KG)
Iggy Rolando (Grob-Werke, links) und Twan Bussers (Jansen Machining Technology) neben einer der neuen Grob «G350»-Maschinen, die für die automatisierte Fertigung hochwertiger Präzisionsbauteile eingesetzt wird.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)

Iggy Rolando von Grob ergänzt: «Ein weiterer wichtiger Vorteil für Jansen Machining Technology ist das Tunnelkonzept, bei dem sich die Spindel vollständig innerhalb der Maschinenverkleidung bewegt. Dadurch können selbst sehr grosse Werkstücke – auch bei Einsatz besonders langer Werkzeuge – sicher und kollisionsfrei innerhalb des Arbeitsraums bearbeitet werden.»

Die bei Jansen eingesetzten «G350»-Maschinen gehören zu den 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren von Grob. Der Maschinentyp ist seit vielen Jahren am Markt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Die «G350» verfügt über Arbeitswege in X-, Y- und Z-Achse von 600 x 855 x 750 mm und ist für Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 400 kg sowie einem Durchmesser von bis zu 720 mm ausgelegt.

Stabilität als Grundlage für Präzision

Die komplette Fertigungszelle wurde im Juli 2025 in Betrieb genommen, und schon kurz darauf wurden die ersten Werkstücke gefertigt. «Die beiden Bearbeitungszentren von Grob setzen wir für die Fertigung unserer anspruchsvollsten Werkstücke ein. Dazu gehören Bauteile mit Toleranzen im Bereich von einem Hundertstelmillimeter über den gesamten Arbeitsraum hinweg. Einzelne Masse werden sogar mit einer Genauigkeit von wenigen Mikrometern gefertigt», betont Bussers.

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Gerade hier hebt sich Grob laut Bussers durch seine Stabilität und Wiederholgenauigkeit vom Wettbewerb ab – zwei entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche mannlose High-Mix-/Low-Volume-Fertigung. Um diese hohen Genauigkeiten auch in einem automatisierten Prozess reproduzierbar zu erreichen, sorgen neben der mechanischen und thermischen Stabilität der «G350» auch die vollständig klimatisierte Produktionsumgebung sowie das aktiv temperierte Kühlschmiermittel für optimale Bedingungen. «Um ein solches Präzisionsniveau reproduzierbar zu erreichen, muss der gesamte Prozess unter Kontrolle sein», erklärt Bussers.

Automatisierung für High-Mix-/Low-Volume-Fertigung

Jansen Machining Technology hat die beiden Grob-Maschinen an ein gross angelegtes Automatisierungssystem von BMO Automation angebunden. Die Fertigungszelle kombiniert Paletten- und Werkstückhandling und ist auf maximale Flexibilität ausgelegt, sodass unterschiedlichste Produkte im Mix gefertigt werden können.

Die Fertigungszelle ist mit einem Roboter ausgestattet, der über ein Schienensystem Paletten und Werkstücke zwischen den verschiedenen Bearbeitungszentren und Stationen transportiert.(Bild:  Grob-Werke GmbH & Co. KG)
Die Fertigungszelle ist mit einem Roboter ausgestattet, der über ein Schienensystem Paletten und Werkstücke zwischen den verschiedenen Bearbeitungszentren und Stationen transportiert.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)

Neben den beiden Grob-Bearbeitungszentren verfügt die Fertigungszelle über ein Reinigungsbad, in dem die Werkstücke unmittelbar nach der Bearbeitung gereinigt und anschliessend trocken geblasen werden, um Rückstände des Kühlschmiermittels zu vermeiden.(Bild:  Grob-Werke GmbH & Co. KG)
Neben den beiden Grob-Bearbeitungszentren verfügt die Fertigungszelle über ein Reinigungsbad, in dem die Werkstücke unmittelbar nach der Bearbeitung gereinigt und anschliessend trocken geblasen werden, um Rückstände des Kühlschmiermittels zu vermeiden.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)

Die Zelle ist mit einem Roboter ausgestattet, der über ein Schienensystem Paletten und Werkstücke zwischen den verschiedenen Maschinen und Stationen transportiert. Neben den beiden Grob-Bearbeitungszentren verfügt die Anlage ausserdem über ein Reinigungsbad, in dem die Werkstücke unmittelbar nach der Bearbeitung gereinigt und anschliessend trocken geblasen werden, um Rückstände des Kühlschmiermittels zu vermeiden. Darüber hinaus können Werkstücke automatisch gewendet werden, sodass auch die sechste Seite mannlos bearbeitet werden kann. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist ein elektrisch betätigtes Spannsystem, das sich automatisch an die Abmessungen des jeweiligen Werkstücks anpasst. Die Fertigungszelle ist bereits für die Integration einer dritten Maschine vorbereitet, sodass sich zukünftige Erweiterungen unkompliziert realisieren lassen.

«Die Integration der beiden Bearbeitungszentren und der Automatisierungszelle verlief vollkommen reibungslos. Grob und BMO haben dieses Projekt gemeinsam umgesetzt und schlüsselfertig übergeben. Damit sind wir äusserst zufrieden. Es ist ein grosser Mehrwert zu wissen, dass man sich darauf verlassen kann», freut sich Bussers.

Hohe Auslastung und Wiederholgenauigkeit

Die Fertigungszelle kombiniert Paletten- und Werkstückhandling und ist auf maximale Flexibilität ausgelegt, sodass unterschiedlichste Produkte im Mix gefertigt werden können. «Theoretisch könnten wir mit einer vollständig bestückten Fertigungszelle mehrere Wochen lang mannlos produzieren», so Bussers.(Bild:  Grob-Werke GmbH & Co. KG)
Die Fertigungszelle kombiniert Paletten- und Werkstückhandling und ist auf maximale Flexibilität ausgelegt, sodass unterschiedlichste Produkte im Mix gefertigt werden können. «Theoretisch könnten wir mit einer vollständig bestückten Fertigungszelle mehrere Wochen lang mannlos produzieren», so Bussers.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)

Ein wesentliches Ziel der Investition war eine hohe Maschinenauslastung. Damit sich die Automatisierung wirtschaftlich rechnet, muss die Fertigungszelle laut Bussers mindestens 130 bis 140 Stunden pro Woche produzieren. In einer High-Mix-/Low-Volume-Umgebung ist das eine Herausforderung, dennoch wurden bereits Wochen erreicht, in denen diese Werte erzielt werden konnten.

In der Praxis beginnt der Wochenendbetrieb am Freitagnachmittag. Anschliessend produzieren die Maschinen bis Montagmorgen mannlos weiter. Tagsüber stehen Rüsten, Feinabstimmung und Logistik im Mittelpunkt.

«Theoretisch könnten wir mit einer vollständig bestückten Fertigungszelle mehrere Wochen lang mannlos produzieren», so Bussers.

AMB 2026
Maschinen-, Automations- und Digitalisierungslösungen von Grob live erleben

Unter dem Motto «Great in Performance – powerful, highly dynamic and precise – meet the new GP1350 live!» präsentiert Grob auf der AMB 2026 in Stuttgart (Halle 10, Stand C12) mehrere Neuheiten aus den Bereichen Universalmaschinen, Automation und Digitalisierung. Auf über 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt das Unternehmen Lösungen für die wirtschaftliche Fertigung unterschiedlichster Werkstücke – von der Einzelteilfertigung bis zur hochautomatisierten Serienproduktion.

Im Zentrum des Messeauftritts steht die neue «GP1350», die erstmals auf einer externen Messe vorgestellt wird. Darüber hinaus präsentiert Grob mit der Roboterzelle «GRC-M60» eine neue Automationslösung sowie digitale Anwendungen, die Fertigungsprozesse transparenter und effizienter gestalten.

«Die AMB bietet uns die Möglichkeit, mit unseren Kunden direkt über aktuelle Anforderungen in der Fertigung zu sprechen und gleichzeitig neue Technologien unter realen Bedingungen zu zeigen», erklärt Christian Müller, CSO der Grob-Werke. «Besucher können auf unserem Stand erleben, wie Maschinen, Automation und Digitalisierung nahtlos zusammenspielen.»

«GP1350» für die Bearbeitung grosser Werkstücke

5-Achs-Fräs-Portal-Bearbeitungszentrum «GP1350» für die Bearbeitung grosser Werkstücke.(Bild:  Grob-Werke GmbH & Co. KG)
5-Achs-Fräs-Portal-Bearbeitungszentrum «GP1350» für die Bearbeitung grosser Werkstücke.
(Bild: Grob-Werke GmbH & Co. KG)

Mit der «GP1350» erweitert Grob sein Universalmaschinen-Portfolio um ein neues 5-Achs-Fräs-Portal-Bearbeitungszentrum. Dank ihres stabilen, dämpfenden Portalkonzepts eignet sich die «GP1350» insbesondere für Anwendungen, bei denen grosse Bauteile mit hoher Genauigkeit bearbeitet werden müssen. Die 5-Achs-Technologie ermöglicht dabei die Fertigung komplexer Geometrien in einer Aufspannung und trägt so zu kürzeren Durchlaufzeiten bei.

«Mit der ‹GP1350› reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Lösungen für grosse Werkstücke», sagt Christian Müller. «Gleichzeitig profitieren unsere Kunden von den bekannten Grob-Stärken in den Bereichen Präzision, Dynamik und Prozesssicherheit.»

(neu)

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