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Böni: Spezialist fürs Rändeln Maschinenbau profitiert von Kooperation

Redakteur: Konrad Mücke

Bestes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Maschinenbauer und Werkzeug­spezialist ist die Entwicklung eines Rändelwerkzeugs durch die Böni AG, Feldbach, für die Müller Technologies, einem Hersteller von Maschinen zum Bearbeiten von Aluminiumprofilen.

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Optimiertes Rändelrad für Aluminiumprofile.
Optimiertes Rändelrad für Aluminiumprofile.
(Bild: Böni AG)

Die Böni AG gilt als Schweizer Spezialist für Rändel- und Beschriftungswerkzeuge. Der Beginn der Zusammenarbeit entstand eher zufällig und kann heute als echte Win-win-Situation für beide Unternehmen bezeichnet werden. Müller Technologies war auf der Suche nach einem Hersteller für den Umbau eines Rändelwerkzeugs und kam so mit Mario Böni, CEO der Böni AG, in Kontakt. Schnell war man sich bei der Werkzeuglösung einig und lernte erst im Gespräch überrascht kennen, über welch hohe Spezialisierung der Werkzeughersteller auch im Bereich von kundenspezifischen Sonderrändelrädern verfügt.

Standzeit verlängern als Ziel

Sonderrändelräder sind ein kleiner, aber entscheidender Bestandteil der Anlagen von Müller Technologies. Sie sorgen für die Ausformung einer Rändelung in der Verbundzone von Aluprofilen. Mit der gerändelten Nut werden der Grip und der Verbund zwischen zwei Profilen deutlich erhöht. Die Rändelung ist damit ein kosteneffizienter Weg, um die statische Festigkeit der Profile zu optimieren. Die Standzeit der Rändelräder ist dabei von grösster Bedeutung für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen.

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Jeder Wechsel aus Verschleissgründen erhöht die Stückkosten in der Profilfertigung und ist damit ein zentrales Optimierungsthema. Im ersten Projektgespräch wurden mit Mario Böni die Standzeiten der bislang eingesetzten Rändelräder und der Zeitpunkt des Ausbruchs der Spitzen dokumentiert. Eine Steigerung der Standzeit um rund zehn Prozent wurde dabei als optimales Ziel definiert.

Entwicklung auf Bedarf der Anwender abgestimmt

Das Familienunternehmen Böni gilt seit der Gründung im Jahre 1933 als innovativer Spezialist für Rändel- und Prägewerkzeuge für CNC-Maschinen. Der Werkzeughersteller wird heute in der dritten Generation von Mario Böni geführt und ist in allen weltweit wichtigen Technologiemärkten präsent. Die in Feldbach entwickelten Werkzeuge bieten klare Systemvorteile gegenüber anderen Verfahren und Herstellern. Die besondere Fähigkeit des Unternehmens ist es, kundenspezifische Lösungen abseits des Üblichen zu entwickeln.

30 Prozent verlängerte Standzeit

Diese verwirklichen längere Standzeiten, mehr Präzision und höhere Qualität bei einem erstklassigen Verhältnis von Kosten zu Nutzen. Mario Böni erkannte in ersten Analysen mögliche Schwachstellen der bisher eingesetzten Rändelräder und fand sehr schnell Erfolg versprechende Optimierungsansätze. Das erste Rändelrad wurde bei Müller Technologies umfangreichen Praxistests unterzogen und konnte von Beginn an begeistern.

Mit dem Bearbeiten von etwa einer halben Million Profilmeter konnte die Standzeit mit dem neu entwickelten Rändelrad um über 30 Prozent verlängert werden. Das anvisierte Ziel wurde bei Weitem übertroffen. Dazu berichtet Urs Müller, Geschäftsführer der Müller Technologies: «An der Böni AG schätzen wir besonders die Fähigkeit, unsere spezifischen technischen Vorgaben für Rändelräder noch zu übertreffen und mit hoher Flexibilität eigene Optimierungsvorschläge einzubringen. Der Werkzeughersteller begeistert uns mit Rändelrädern in besserer Qualität, deutlich höherer Standzeit, schnellerer Logistik – und das zum attraktiven Einkaufspreis!» Durch die ersten Erfahrungen beflügelt, wurde das Lieferprogramm konsequent erweitert und umfasst heute mehrere Sonderrändelräder in den verschiedensten Ausführungen.

Künftig weitere Projekte

Die Zusammenarbeit mit dem Team bei Müller Technologies funktionierte vom ersten Tag an ausgezeichnet, wie Mario Böni ausführt. Somit will man weitere Projekte für die Zukunft in Angriff nehmen. Dazu zählen die Prozessoptimierung beim Rändeln von Stahlprofilen, die Beschriftungsstrategie sowie die Analyse und mögliche Verbesserungen auf der Geometrieseite. Da trifft es sich gut, dass auch Müller Technologies immer bereit ist, Mitarbeiter-Ressourcen für Innovationspotenziale bereitzustellen, selbst wenn das Team auch aktuell nach wie vor voll beschäftigt ist. - kmu - SMM

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