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Staplerarbeitsplatz nach den Prinzipien des Universal Design Mehr Bewegung am Staplerarbeitsplatz

Redakteur: Silvano Böni

>> Wie muss der Arbeitsplatz aussehen, an dem Staplerfahrer ein Arbeitsleben lang sicher und effizient tätig sein können? Sieben Studenten des Masterstudiengangs Industrial Design an der TU München beschäftigten sich ein Semester lang mit diesem Thema. Im Zuge dessen haben sie in Zusammenarbeit mit Linde Material Handling einen Staplerarbeitsplatz nach den Prinzi- pien des Universal Design (UD) entwickelt.

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Während der Fahrer einsteigt, werden Sitzposition, Displayanzeige und Sprache automatisch auf seine individuellen Anforderungen eingestellt. Die dazu notwendigen Informationen sind auf dem sogenannten TaLindesman gespeichert, den er bei sich trägt.
Während der Fahrer einsteigt, werden Sitzposition, Displayanzeige und Sprache automatisch auf seine individuellen Anforderungen eingestellt. Die dazu notwendigen Informationen sind auf dem sogenannten TaLindesman gespeichert, den er bei sich trägt.
(Bild: Linde)

Unsere Gesellschaft altert – daher werden auch in der Logistik künftig immer mehr Menschen noch mit über 60 Jahren arbeiten. Für die Betriebe entstehen damit neue Herausforderungen: Es gilt Arbeitsumgebungen zu schaffen, die unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen gerecht werden. Hierfür wollten Studenten der TU München Lösungen finden. Ausgangspunkt ihrer Arbeit war ein Linde-Elektrostapler E20 der aktuellen Baureihe.

Rücken schonendes Design

Bevor die Studenten erste Ideen entwickelten, fuhren sie auf den Münchner Grossmarkt und beobachteten die Staplerfahrer bei ihrer Arbeit. Dabei bemerkten sie, dass zwar die Stapler kaum still standen, die Fahrer aber längere Zeit in ihren Kabinen sassen, ohne sich viel zu bewegen. «Für den Rücken ist das auf Dauer ungünstig», sagt Fritz Frenkler, Universitätsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Industrial Design an der TU München. Zudem wird es mit zunehmendem Alter schwerer, sich umzudrehen, da der Körper steifer wird.

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Bewegung braucht Raum

Der Vorschlag der Studierenden orientiert sich an den baulichen Gegebenheiten des Linde-Elektrostaplers mit zwei Tonnen Tragkraft. Für grösseren Freiraum sorgt ein Lithium-Ionen-Akku, der die Blei-Batterien ersetzt und neue konstruktive Möglichkeiten schafft. Wie beispielsweise einen sehr niedrigen Einstieg für sicheres Ein- und Aussteigen. Das geringere Gewicht der Lithium-Ionen-Akkus wird durch am Unterboden angebrachte Gewichte ausgeglichen. Zudem vergrössert sich durch den Verzicht auf die A-Säulen das Blickfeld des Fahrers. Ein drehbarer Sitzarbeitsplatz, der sich je nach Bedarf mit einem Handgriff in einen Steharbeitsplatz verwandeln lässt, erlaubt es dem Fahrer, unterschiedliche Körperhaltungen im Stapler einzunehmen und verhindert eine einseitige körperliche Beanspruchung.

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