Firmenjubiläum Microcut: Kleine Bohrungen als Paradedisziplin

Redakteur: Susanne Reinshagen

Standardmaschinen und kundenspezifische Lösungen für die Bearbeitung kleiner Bohrungen von 0,015 mm bis 8 mm sind das Tätigkeitsfeld der Microcut AG. In den letzten 20 Jahren perfektionierte das Unternehmen das Verfahren mit ihrer Microcut-Bore-Sizing(MBS)-Technologie.

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UniBore-800-Serie mit 1–3 Spindeln ausrüstbar.
UniBore-800-Serie mit 1–3 Spindeln ausrüstbar.
(Bild: Microcut)

Innerhalb der Mikromechanik stellt die Bearbeitung einer Bohrung eine besondere Herausforderung dar. Diese liegt v. a. in der erschwerten Zugänglichkeit der Bearbeitungsfläche. Dieser Herausforderung stellte sich die in Lengnau BE ansässige Microcut AG und weiss die Nische der Bohrungsbearbeitung unterhalb 8 mm bestens zu besetzen.

Die Firma Microcut wurde 1995 gegründet. Mit der vor 20 Jahren entwickelten Maschine MicroBore und seither weiterentwickelten Technologie Microcut Bore Sizing (MBS) gelang dem Unternehmen ein Meilenstein in der vollautomatischen Bearbeitung von kleinen Bohrungen. Das MBS-Verfahren wurde vom Markt mit regem Interesse aufgenommen. Nach dem Gewinn des Innovationspreises Technologiestandort fand die Erfolgsgeschichte ihre Fortsetzung, und 2001 wurde Microcut vom renommierten Wirtschaftsmagazin Bilanz unter die besten 50 KMUs in der Schweiz eingestuft. Bis heute wurden weltweit über 550 Maschinen vom Standort Lengnau ausgeliefert.

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Vollautomatische Bearbeitung von kleinen Bohrungen

Herkömmliche Verfahren wie Innenrundschleifen oder Honen stossen unterhalb von 2 mm im Bohrungsdurchmesser bezüglich Wirtschaftlichkeit und technischer Machbarkeit an ihre Grenzen. Hier setzte das Microcut-Bore-Sizing-Verfahren ursprünglich an und ermöglicht eine vollautomatisierbare Bearbeitung von kleinen Bohrungen. Die Bearbeitungstechnologie von Microcut hat mit kleinen Durchmessern begonnen und sich Richtung grössere Durchmesser über das letzte Jahrzehnt weiterentwickelt. Dieser Weg von kleinen Bohrungen zu grösseren ist eher atypisch, normalerweise entwickeln sich Bearbeitungsverfahren vom grösseren zum kleineren Einsatzbereich.

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