Härterei Gerster erweitert Dienstleistungen Mit Beratung/Contracting die Lohnarbeit ergänzen

Redakteur: Luca Meister

Die Härterei Gerster AG geht einen interessanten Weg, um der zunehmenden Internationalisierung gerecht zu werden. Sie setzt neben dem Kerngeschäft des Lohnhärtens von Metallteilen ergänzend auf Beratung und Contracting. Diese innovative Dienstleistungsstrategie könnte bei manchen Leuten Fragen aufwerfen. Wo die Grenze zwischen Know-how-Verlust und gemeinsamem Weg in die Zukunft mit dem Kunden liegt, zeigt dieser Beitrag.

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Auf dem Swisstech-Stand der Härterei Gerster AG.
Auf dem Swisstech-Stand der Härterei Gerster AG.
(Bild: SMM)

Mit dem bestehenden Team bietet das Unternehmen einerseits seinen Kunden das Fachwissen im Beratungsmandat für Performance-Steigerungen und Kostenoptimierungen an. Beim Contracting wird andererseits noch einen Schritt weitergegangen: Gerster begleitet den Kunden bei der Prüfung, ob sich eine eigene Wärmebehandlungsanlage lohnt und welche Alternativen vorhanden sind. Entscheidet sich der Kunde für die Beschaffung einer eigenen Anlage, stehen ihm die erfahrenen Mitarbeiter bei Evaluation, Kauf, Installation und Inbetriebnahme zur Seite.

Lohnhärten alleine genügt nicht

«Wir können Produkte unserer Kunden wettbewerbsfähiger machen. Entweder verlängern wir die Standzeit und/oder führen eine Kostenreduktion durch Optimierung des Gesamtprozesses herbei», erläutert Felix Heimgartner, Geschäftsführer der Härterei Gerster AG. Diesen Nutzen für den Kunden kann man alleine durch das Angebot des Lohnhärtens heute nicht vollumfänglich generieren. Es braucht ein Gefäss, in dem komplexe Beratungsprojekte abgewickelt werden. Ein Praxisbeispiel ist die Mitentwicklung von Kernkomponenten wie Spindeln von Spindelantrieben. Die Eichenberger Gewinde AG setzt auf die verlängerte Werkbank der Wärmebehandlung sowie die Entwicklungskapazität von Gerster, um ihre hausinternen Prozesse zu optimieren. Das Aargauer Unternehmen betreibt eigene Wärmebehandlungsanlagen und greift im Bedarfsfall (Wartung, Audits, Erweiterungen, Notfallbackup usw.) auf die Härterei Gerster zurück.

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Lange Kundenbeziehungen

«Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden – gerade auch in Form von Beratung für seine eigenen Anlagen – werden langjährige Geschäftsbeziehungen gestärkt. Oftmals härten unsere Kunden nicht alles selbst. So fallen für unsere Lohnhärterei ebenfalls Arbeiten an, die wir natürlich sehr gern ausführen», erklärt F. Heimgartner. Dazu äussert sich Kurt Husistein, Geschäftsführer der Eichenberger Gewinde AG, so: «Es ist angenehm, mit Gerster offen zusammenzuarbeiten: Möchten wir als Kunde eine reine Beratung, können wir diese ohne Verpflichtung der Lohnhärterei gegenüber beziehen. Wollen wir Teile härten lassen, geben wir sie in die gleiche Hand, die unsere Firma und unsere Bauteile sehr gut kennt.»

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