Steuerungstechnik

Motion-Logic-Control für hochdynamische Hydraulik

| Redakteur: Hermann Jörg

Bosch Rexroth minimiert mit der Komplettsteuerung Indramotion MLC den Aufwand für Auslegung und Inbetriebnahme. (Bild: Bosch Rexroth)
Bosch Rexroth minimiert mit der Komplettsteuerung Indramotion MLC den Aufwand für Auslegung und Inbetriebnahme. (Bild: Bosch Rexroth)

>> Die neue Generation der Indramotion MLC hat Rexroth auf die technologischen Besonderheiten der Hydraulik optimiert. Damit erleichtert die Komplettsteuerung technologieübergreifendes Engineering. Mit der Systemlösung Indramotion MLC setzt das Unternehmen zur Anbindung von Sensoren und Aktoren auf seine für dynamische Hydraulikanwendungen ausgelegte Bundled-I/O-Strategie.

joe. Die spezifische Auslegung hydraulischer Antriebe erforderte, wie auch die richtige Konfektionierung der dazugehörigen Schnittstellen, bisher ein hohes Mass an Technologieverständnis und Applikationsexpertise. Um den Aufwand für Auslegung und Inbetriebnahme zu minimieren, bietet Rexroth mit der Systemlösung Indramotion MLC neue Eigenschaften. Der Antriebs- und Steuerungshersteller neutralisiert die Spezifika für den Anwender durch elektrische Komponenten und Software, in denen das hydraulische Anwendungs-Know-how integriert ist. So regelt die Komplettsteuerung Indramotion MLC sowohl dezentral als auch zentral hydraulische, hybride oder elektrische Achsen gleichermassen. Die Steuerungssoftware umfasst eine Vielzahl vordefinierter hydraulischer Regler. Damit erfordert die Parametrierung der Bewegungsprofile kein Spezial-Know-how in der Hydraulik. Diesen Vereinfachungsansatz verstärkt Rexroth jetzt auch bei der Auslegung und Konfektionierung der schnellen E/As in typischen Anwendungen wie der Umformtechnik oder Metallurgie.

Erleichterte Auslegung und Inbetriebnahme

Die Bundled-I/O-Strategie von Rexroth versorgt den Anwender mit speziell für hochdynamische Hydraulikanwendungen ausgelegten standardisierten Schnittstellen. Die E/As stehen als vorkonfigurierte Block-Module kompakt und kostengünstig für jeweils bis zu vier Achsen zur Verfügung. Maximale Flexibilität ermöglichen die Indra-Control-S20-Einheiten, die das System in Einzelschritten erweitern. So müssen Konstrukteure die Schnittstellen für hydraulische Antriebslösungen nicht mehr individuell in Eigenregie einzeln zusammenstellen und konfektionieren. Stattdessen erfüllen die vorkonfigurierten E/A-Module alle hydraulikspezifischen Anforderungen wie Kurzschluss- und Überlastfähigkeit. Sie übernehmen in Echtzeit über den Automationsbus Sercos die Positionserfassung, Druckerfassung und die Ansteuerung der Stetigventile. Das in die Konfiguration eingeflossene Hydraulik-Know-how versetzt auch in der Fluidtechnologie wenig versierte Anwender in die Lage, die notwendigen E/A-Komponenten fein skaliert auszuwählen und in Betrieb zu nehmen.

Für die Echtzeit-unkritische Kommunikation steht darüber hinaus das gesamte Standard-E/A-Programm von Bosch Rexroth mit Unterstützung aller verbreiteten Feldbusse und Ethernet-Protokolle zur Verfügung. Die durchgängige Vereinheitlichung der E/A-Anbindung über fein skalierbare Module vereinfacht das Engineering gemischt elektrisch/hydraulischer Maschinenkonzepte. <<

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