Trumpf: Laserschneiden Nanojoints minimieren Restgitter und Nacharbeit

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Kleinste Verbindungsstege – Nanojoints – verwirklichen Laserschneidmaschinen von Trumpf. Das hat wirtschaftliche Vorteile und schont zudem Ressourcen. Zur Hausmesse Intech im Mai hat der Hersteller das Verfahren erstmals vorgestellt.

Rundum wirtschaftlicher und produktiver: Verglichen mit dem Schneiden von Blechteilen mit üblichen Haltestegen kann der Laser bei Nanojoints deutlich schneller schneiden.
Rundum wirtschaftlicher und produktiver: Verglichen mit dem Schneiden von Blechteilen mit üblichen Haltestegen kann der Laser bei Nanojoints deutlich schneller schneiden.
(Bild: Trumpf )

Auf seiner Hausmesse Intech, zu der der Maschinenhersteller in Ditzingen bis zu 1800 Interessenten und Kunden erwartete, präsentierte Trumpf sein Laserschneidverfahren mit Nanojoints. Der Hersteller verspricht, dass Anwender künftig damit deutlich effizienter und prozesssicherer arbeiten können. Als Nanojoints bezeichnen die Laserspezialisten winzige Haltepunkte, an denen der Laser das Blech beim Schneiden nicht vollständig durchtrennt. Diese Nanojoints gewährleisten – ähnlich wie die bisher bekannten Haltestege – , dass speziell kleinere geschnittene Blechteile im Restgitter nicht kippen und den Schneidablauf stören könnten. Patrick Schüle, Produktmanager bei Trumpf, führt darüber hinausgehende Vorteile an: «Mit unseren Nanojoints können Anwender mehrere Arbeitsschritte effizienter gestalten. Die Blechteile lassen sich enger schachteln. Je nach Form der Bauteile können Anwender sogar ohne Restgitter schachteln. Darüber hinaus können die Fachkräfte an der Laserschneidmaschine die geschnittenen Blechstücke deutlich schneller und einfacher aus der geschnittenen Blechtafel entnehmen.»

Mikrostege umständlich und hinderlich

Bislang waren Stege – auch als Mikrojoints bezeichnet – zwischen geschnittenen Blechstücken und dem Restgitter erforderlich, um das Blech beim Schneiden zu fixieren. Diese Stege bricht der Mitarbeiter ab, wenn er die Bauteile absortiert. Das ist je nach Abmessungen der Blechteile und Restgitter aufwendig und mühsam. Zudem hinterlassen Mi­krojoints grössere Reststege an den Blechstücken. Diese müssen – da sie die Kontur und die Geometrie der Bleche verletzen – sorgfältig entfernt werden. Je nach Abmessungen der Bleche erfordert das Handwerkzeug oder – bei dickeren Blechen – Elektrohandwerkzeuge. Zudem ist diese Tätigkeit arbeitsaufwendig und umständlich.

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Schneller und zuverlässiger mit Nanojoints

Nanojoints – also miniaturisierte Haltestege zwischen Blechstück und Restgitter – haben dagegen zahlreiche Vorteile. Der Laser kann deutlich schneller schneiden, denn die Mini-Haltepunkte lassen sich wesentlich schneller herstellen als herkömmliche Stege. Um die Blechstücke aus dem Restgitter herauszubrechen, benötigt das Personal nur sehr niedrige Kräfte. Häufig reichen leichtes Klopfen oder sanfter manueller Druck. Das verkürzt deutlich die Zeit zum Herauslösen. Zudem entlastet es das Personal von umständlichen, mühsamen und mitunter hinsichtlich der Arbeitsergonomie und der Arbeitssicherheit kritischen Tätigkeiten. Darüber hinaus entfallen manuelle Nacharbeiten. Die Nanojoints hinterlassen an den Blechen nach dem Herausbrechen nur minimale Markierungen. Die Blechkanten sind nahezu glatt und erfordern meist nur wenig einfache Nacharbeit. Je nach weiteren Arbeitsschritten und Einbau der Blechteile in Baugruppen – schweissen, montieren – kann jegliche Nacharbeit entfallen. Trumpf hat das Verfahren zum Laserschneiden mit Nanojoints bisher in seine Laserschneidmaschinen der Serien TruLaser 5000 fiber, TruLaser 3000 fiber und TruLaser 1000 fiber integriert. Bestehende Maschinen können mit einem Update der Software aktualisiert und für das Laserschneiden mit Nanojoints befähigt werden.
- kmu - SMM

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