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Energiearmes Stanzen Neuer Stanzautomat mit Servo-Direkt-Technologie

Redakteur: Luca Meister

Auf der Euroblech präsentierte Schuler Beutler einen neuen Stanzautomaten, der als weltweit erste Anlage über zwei elektrisch gekoppelte und frei programmierbare Druckpunkte verfügt. Die Maschine kommt mit 50 Prozent weniger Energiebedarf aus und gewährleistet längere Werkzeugstandzeiten sowie eine höhere Präzision als bisherige Maschinen.

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Der neue Stanzautomat verfügt als weltweit erste Anlage über zwei elektrisch gekoppelte und frei programmierbare Druckpunkte.
Der neue Stanzautomat verfügt als weltweit erste Anlage über zwei elektrisch gekoppelte und frei programmierbare Druckpunkte.
(Bild: Schuler)

mei. Mit seinem neuen Programm «Ecoform» zeigte Schuler auf der Euroblech nachhaltige und effiziente Systemlösungen für die Umformtechnik. Dazu gehört auch der von Schuler Beutler entwickelte Stanzautomat «MSC-2000». Dieser ist mit Servo-Direkt-Technologie ausgestattet und verfügt über zwei elektrisch gekoppelte, frei programmierbare Druckpunkte ohne Zahnradgetriebe. Mit der Anlenkung der Druckpunkte in den Seitenständern erhöht sich die Maschinensteifigkeit deutlich.

Die Innovation wurde nun mit dem «Euroblech-Award» in der Kategorie Stanzen ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis von den Fachzeitschriften Blechnet und MaschinenMarkt, die – wie der SMM – zur Vogel Business Media gehören. «Der MSC-2000 eröffnet Stanz- und Umformbetrieben neue Perspektiven in der hochpräzisen und effizienten Teilefertigung, und dies zu einem attraktiven Kosten-Nutzen-Verhältnis», erklärt Joachim Beyer, Technologie-Vorstand der Schuler AG. «Das Antriebskonzept stellt einen Innovationssprung dar, da es die gesamte Funktionalität der Servo-Direkt-Technologie bietet und die flexible Anpassung an alle denkbaren Werkzeugfunktionen und Umformprozesse ermöglicht.»

Spiel- und schmierölfrei

Der spiel- und schmierölfreie Antriebsstrang besteht aus einem hochdynamischen Servomotor, Bremsmodul und Exzenterwelle mit Pleuel, Kniegelenk und Stössel. Zwei solcher Antriebsstränge kommen im neuen Stanzautomaten vom Typ MSC-2000 in gegenüberliegender Anordnung zum Einsatz – synchronisiert über die Antriebsregelung – und bringen dabei die Presskraft von 2000 Kilonewton auf.

«Für die Prozessarten Kniehebel-Standard, Schneiden, Prägen, Biegen und Ziehen sind vorprogrammierte Kurven hinterlegt», erklärt Adrian Achermann, Geschäftsführer der Schuler-Tochter Beutler Nova. Neben der Anpassung der Stösselbewegung an das Werkstück ermöglicht der Servo-Direktantrieb darüber hinaus die Steigerung von Hubzahl und damit Ausbringungsleistung im Pendelbetrieb. Nicht zuletzt können dank der frei programmierbaren Stösselbewegung die Werkzeuge in der Produktion schnell eingefahren werden.

Gesteigerte Dynamik der Stösselbewegung

Das reduzierte Massenträgheitsmoment des Antriebsstrangs steigert die Dynamik der Stösselbewegung. Zusammen mit dem Verzicht auf ein Zahnradgetriebe und dem Einsatz von Wälzlagern verringert sich dadurch die elektrische Leistungsaufnahme um mehr als 50 Prozent. Die Anwender können sich davon übrigens auch jederzeit von unterwegs überzeugen: Die Pressendaten sind überall, beispielsweise per Smartphone, abrufbar. <<

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