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Pfiffner: Messwandler entstehen mit SolidWorks

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Selbst definierbarer Workflow

Vorteile verschaffen Pfiffner zudem die automatisierten und selbst definierbaren Workflows, die in Entwicklungsphase, produktive Phase und Normteile unterteilt sind. Anhand dieser Workflows lässt sich unter anderem der definierte Ablauf einer Änderung sichern, da die Dateien entsprechend markiert und reserviert werden. Weiterhin werden von allen Teilen automatisch PDFs generiert und auf einem Netzwerklaufwerk abgelegt, das mit dem ERP verlinkt ist. Geplant ist die direkte Anbindung der PDM-Software an das ERP-System, da derzeit alle Artikelteilestämme doppelt angelegt werden müssen. Zeitersparnisse sind aber bereits spürbar. Beispielsweise wurden früher die ausgedruckten Zeichnungen in Schränken archiviert; die Suche gestaltete sich schwierig und zeitaufwendig. Heute können Bollinger und seine Kollegen bequem die Historie durchsuchen und den entsprechenden Stand eines Modells aufrufen. Bei der Konstruktion des Wandlerfusses JOFG, einem Sockel für einen Stromwandler von bis zu 7 Metern Bauhöhe, zeigt sich das perfekte Zusammenspiel der SolidWorks-Lösungen. Der Wandler muss Kräfte von 6000 N/min-1 und 8400 N/s-1 einhalten, die per IEC-Norm festgelegt sind. Dies ergibt auf den Wandlerfuss ein Drehmoment von 42 kNm/min-1 bzw. 59 kNm/s-1. Allerdings sollte die Konstruktion kostenoptimierter als bisher sein, d. h. es mussten Gewichtseinsparungen und eine Verkürzung der Montagezeit erreicht werden. Die konstruktive Herausforderung war daher, einen Sockel zu entwerfen, der mechanisch stabil ist, bei möglichst geringerem Materialbedarf. Der Ölablass, welcher sich auf der Unterseite befindet, sollte weiterhin gut zugänglich sein. Während der Entwicklung konnten mithilfe der Simulation schnell verschiedene Konstruktionen miteinander verglichen werden. Neben statischen Spannungsanalysen mit abgesetzter Last auf Höhe der Primäranschlüsse (rund 6,5 m) wurden auch Belastungssimulationen mit dem Eigengewicht des Wandlers (1500 kg) vorgenommen. Anspruchsvoll war die Einbeziehung einer abgesetzten Last, die nicht direkt auf den Wandlerfuss angesetzt werden konnte.

«Mit SolidWorks Simulation waren wir schneller auf dem richtigen Weg und dadurch schneller am Ziel. Das Projekt dauerte von der Planung bis hin zur Serienfreigabe nur sechs Monate», so Bollinger abschliessend. «Wir konnten an den richtigen Stellen Material einsparen und gleichzeitig die Stabilität gewährleisten. Die 3D-Darstellung hat zudem optimale Einblicke gewährt, um Stellen zu identifizieren, die später die Montage beeinträchtigt hätten.» Der Standort Europa wird bei Pfiffner grossgeschrieben. Mit Partnern wie SolidWorks und Solid Solutions ist das Unternehmen gut gerüstet, auch weiterhin erfolgreich in Europa entwickeln und produzieren zu können. <<

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