Fertigungstechnik SFS setzt auf Prozessoptimierung

Autor / Redakteur: Matthias Böhm / Matthias Böhm

>> Die SFS-Gruppe setzt auf den Produktionsstandort Schweiz. Damit das so bleiben kann, sind schlanke Fertigungsprozesse unabdingbar. Konkret am Beispiel aus dem Werkzeug- und Formenbau der SFS Intec in Heerbrugg wird aufgezeigt, wie mit angepassten Fertigungslösungen kostenbewusst und prozesssicher produziert wird und somit der Standort Schweiz langfristig gesichert bleiben kann.

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Der Werkzeugsatz einer Mehrstufenpresse kann bis zu 100 Einzelteile umfassen. Im Vordergrund der Stadiengang des Präzisionsformteiles. Die Werkstücke hierfür werden vom Werkzeugbau der SFS Intec gefertigt. (Bild: SFS Intec)
Der Werkzeugsatz einer Mehrstufenpresse kann bis zu 100 Einzelteile umfassen. Im Vordergrund der Stadiengang des Präzisionsformteiles. Die Werkstücke hierfür werden vom Werkzeugbau der SFS Intec gefertigt. (Bild: SFS Intec)

SFS Intec ist ein Schweizer Vorzeigeunternehmen, das sich unter anderem auf Schrauben, Kaltumformteile bis hin zu verschiedenen Bauelementen für Branchen wie Automotive-, Luftfahrt- und Bauindustrie spezialisiert hat.

Typische Beispiele sind:

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  • Befestigungschrauben für Wendeschneidplatten,
  • Befestigungselemente für die Bauindustrie und Automotiv,
  • Miniaturschrauben für Elektronikkomponenten,
  • Sicherheitsteile für den Airbag, wie etwa die Druckkapsel, wo das Druckmedium drucksicher gespeichert wird.

Um solche Komponenten wirtschaftlich in der Schweiz zu fertigen, muss das Optimum aus der Produktion herausgeholt werden. Der Werkzeug- und Formenbau der SFS Intec verfügt dabei über eine Schlüsselposition. Hier werden für die verschiedenen Fertigungsprozesse der SFS Intec zum einen Umformwerkzeuge und zum anderen produktions- und applikationsspezifische Werkstücke gefertigt.

«Unser Ziel ist es, den Kundennutzen in den Vordergrund zu stellen», betont Hans-Peter Baumgartner (Leiter Fräserei, Werkzeugbau SFS Intec) und führt weiter aus: «Wenn SFS Intec eine Schraubenlösung entwickelt, dann muss sich für den Anwender ein Nutzen ergeben.»

Ein typisches Beispiel hierfür ist die Bohrschraubtechnik. Als Pionier der Bohrschraubtechnik stellte SFS Intec den Verarbeitern schon vor über 30 Jahren «selbstbohrende» rostfreie Befestiger für die unterschiedlichen Anwendungen zur Verfügung.

Filigranere Konstruktionen bedingen hochwertige Stähle

Ein Beispiel: Die Tendenz zu filigranen Konstruktionen bedingt heute vielfach den Einsatz von dünneren Profilen und fordert somit hochwertigere Stahlgüten für die Unterkonstruktion. Konnte der Monteur früher davon ausgehen, dass es sich bei den Unterkonstruktionen um Stahlbauteile der Materialgüte S235 handelte, so muss er heute damit rechnen, dass von Fall zu Fall die hochwertigere Materialgüte S355 eingesetzt wird. In diesem Fall kommt es ganz besonders auf die richtige Befestigungsverbindung an. Dazu wurden die Bohrspitzen für die jeweiligen Materialien der Unterkonstruktion optimiert, sodass für Stahlunterkonstruktionen der Güten S235 bis S355 bis zu einer Bohrleistung von 14 mm die richtigen Bohrspitzen zum Einsatz kommen.

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