Bearbeitungszentren aus Taiwan Steilflug mit Qualität und Innovationen

Redakteur: Anne Richter

>> Der taiwanesische Maschinenbauer Chiah Chyun Machinery mausert sich zum Hersteller komplexer Dreh- und Fräsbearbeitungszentren. Das Unternehmen hat als Hersteller einfacher zweiachsiger Systeme gestartet, entwickelt heute in komplexe Bearbeitungszentren und neue Produkte in sehr kurzen Zyklen. Zusätzlich hat sich das Unternehmen während der letzten Jahre konsequent auf Qualität ausgerichtet.

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Als Hersteller einfacher zweiachsiger Maschinen gestartet, stellt Chiah Chyun Machinery heute mehrachsige, komplexe Drehzentren her.
Als Hersteller einfacher zweiachsiger Maschinen gestartet, stellt Chiah Chyun Machinery heute mehrachsige, komplexe Drehzentren her.
(Bild: BWB)

ari. «Der taiwanesische Hersteller Chiah Chyun explodiert förmlich», erklärt Daniel Bührer, Geschäftsführer der BWB Werkzeugmaschinen AG in Wetzikon und seit dreissig Jahren im Werkzeugmaschinen-Handel tätig. Bei einem Besuch in Taiwan vor sechs Jahren entdeckte Bührer auf einer Messe die taiwanesische Firma Chiah Chyun Machinery Co. Ltd (CCM) abseits der grossen Marktplayer. «Mir fielen zuerst die hässlichen kleinen Drehzentren auf», sagt er lachend. Im Gespräch mit den Ingenieuren stellte Bührer jedoch fest, dass sie den Markt genau kannten und wenig dem Zufall überliessen.

«Heute nötigt mir der Geschäftssinn dieses cleveren Management-Teams grossen Respekt ab.» Als einfacher Hersteller von zweiachsigen Systemen seien sie gestartet und präsentierten sich heute als Hersteller von mehrachsigen, komplexen Drehzentren. Dank ihren erfahrenen Ingenieuren seien sie über den europäischen Markt und die Wünsche der Kunden gut im Bilde. «Die Ingenieure von CCM entwickeln in unglaublich kurzen Zyklen neue Produkte. Sie verdienen das Prädikat innovativ und bringen immer wieder erstaunliche und spannende Konfigurationen von Drehzentren auf den Markt», erklärt Bührer.

Beidseitig gleichwertige Spindeln

CCM ist seit dreissig Jahren auf dem Markt tätig, aber erst in den letzten drei Jahren hat die konsequente Ausrichtung auf Qualität den Steilflug begünstigt. «Das Maschinenbett und auch die Bauteile der CCM-Maschinen sind qualitativ hochwertig und arbeiten zuverlässig bei unseren Kunden. Die Elektronik beziehen sie von Mitsubishi», führt Bührer aus. Auch den für die CCM-Maschinen zuständige BWB-Techniker überzeugt die Funktionalität. Hohlspindelmotoren auf der Haupt- und Gegenseite seien bei den taiwanesischen Zentren mittlerweile Standard. Rollenführungen statt Kugelführungen und die programmierbare Hochdruckanlage bis 70 bar unterstreichen zusätzlich den Qualitätsanspruch.

Bührer schätzt an den CT-Drehzentren auch die 16-fach-Revolver, bei denen doch vier Werkzeugplätze mehr zur Verfügung stehen als bei manchen anderen Drehzentren. «Wir müssen damit viel weniger Kompromisse eingehen, um ein Teil zu fertigen. Dies spart Fertigungszeit und kommt dem Kunden zugute.» Mit den CT-52- oder 65-Serien mit bis drei Revolvern und einem Stangendurchlass bis 65 mm könnten auch anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben gut gelöst werden. «Und erst noch zu einem günstigen Preis», ergänzt Bührer. <<

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