Fusionsprojekt beendet Swissmem lehnt Fusion mit Swissmechanic ab

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die ausserordentliche Generalversammlung von Swissmem hat die geplante Fusion mit Swissmechanic abgelehnt. Ausschlaggebend war aus Sicht von Swissmem die mangelnde Unterstützung durch mehrere Swissmechanic-Regionalsektionen. Die Zusammenarbeit in der Berufsbildung wird weitergeführt.

(Bild:  KI-generiert)
(Bild: KI-generiert)

Am vergangenen Samstag hatte die Swissmechanic-Delegiertenversammlung mit Mehrheitsentscheid einen positiven Grundsatzentscheid zum Fusionsprojekt gefällt. Laut einer Medienmitteilung von Swissmem sprachen sich jedoch zwei gewichtige Regionalsektionen dagegen aus. Der regionale Verband GIM in der Romandie soll die Übernahme der verhandelten Statuten und Verträge abgelehnt haben.

Damit sind aus Sicht von Swissmem zwei zentrale Erfolgsfaktoren nicht gegeben: die grundsätzliche Unterstützung aller Swissmechanic-Regionalsektionen und die Aussicht auf den Verbleib genügend vieler Swissmechanic-Mitglieder im neuen Verband. Das gemeinsame Ziel eines einzigen, national geeinten Verbands mit regionaler Präsenz sei so nicht erreichbar. Dies war für den Vorstand von Swissmem bereits im Vorfeld Voraussetzung für eine erfolgreiche Fusion. Die ausserordentliche Generalversammlung von Swissmem hat die angestrebte Fusion mit Swissmechanic deshalb am Montag abgelehnt.

In seiner Mitteilung bedauert Swissmem, dass die Unterstützung für die Fusion in gewissen Sektionen nicht gross genug war. Der Verband dankt den unterstützenden Kräften von Swissmechanic, insbesondere dem Präsidenten und dem Direktor, für ihr grosses Engagement und das aufgebaute Vertrauen. Dieses sei wichtig für die Weiterführung der Zusammenarbeit im bereits zusammengeführten Berufsbildungsbereich.

Fehlende Unterstützung und finanzielle Bedenken

Swissmem und Swissmechanic hatten im Frühjahr 2026 ein gemeinsames Fusionsprojekt gestartet. Ziel bestand darin, einen gemeinsamen Verband für die Schweizer Tech-Industrie zu schaffen und damit das Dienstleistungsangebot für die Mitgliedsfirmen weiter auszubauen, die politische Schlagkraft der Branche zu erhöhen und den Industriestandort Schweiz zu stärken.

Martin Hirzel, Präsident von Swissmem, erklärt: «Wir bedauern, dass mehrere Sektionen die Fusion nicht unterstützt haben. Ohne Aussicht auf den Übertritt eines grossen Teils der Swissmechanic-Firmen in den gemeinsamen Verband lässt sich die Fusion aber nicht stemmen. Insbesondere finanziell wäre die Aufrechterhaltung der hohen Qualität unserer Aktivitäten aufgrund des grossen Zuwachses von Kleinstfirmen von Swissmechanic gefährdet gewesen. Insofern ist der Entscheid unseres obersten Verbandsgremiums folgerichtig.»

Zusammenarbeit in der Berufsbildung bleibt bestehen

Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher sagt: «Swissmem wird sich weiterhin mit voller Kraft für seine Mitgliedfirmen und den Industriestandort Schweiz einsetzen. Die gemeinsame Arbeit mit Swissmechanic im Bildungsbereich werden wir natürlich mit vollem Engagement weiterführen.»

Die beiden Verbände hatten ihre Aktivitäten in der nationalen beruflichen Grundbildung bereits Anfang 2026 unter dem Dach von Swissmem gebündelt.

«Die Herausforderungen für die Schweizer Tech-Industrie bleiben gross. Entscheidend ist deshalb, dass wir unsere Kräfte auf das konzentrieren, was unseren Unternehmen konkret hilft: gute Rahmenbedingungen, offene Märkte, genügend Fachkräfte und eine starke Berufsbildung. Dafür wird Swissmem weiterhin mit aller Konsequenz einstehen», kommentiert Hirzel.

(neu)

(ID:51000166)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung