Erfolgsmodell Schweiz

Take-off für digitale Werkzeugverwaltung

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Standardisierte Fertigung – jedes Werkzeug erfasst

Alle Daten sind zentral in der TDM-Datenbank abgelegt, aktuelle Werkzeug- und Technologiedaten, Schnittparameter wie Vorschub und Geschwindigkeit. Die Mitarbeiter in der Werkzeugbereitstellung wissen auf Knopfdruck, wo sich was befindet, ob sich ein Bohrer nachschleifen lässt oder nicht. Dank TDM ist der gesamte Werkzeugkreislauf transparent geworden. Auswertungen über Bestände im Lager und an den Maschinen sowie über die Verwendungshäufigkeit geben Auskunft, welche Werkzeuge häufig im Einsatz sind und welche Ladenhüter sind. Auch die Kommunikation zwischen der Fertigung und der Planungsebene funktioniert jetzt besser. Jedes Werkzeug ist ordentlich erfasst und dokumentiert, mit korrekter und einheitlicher Bezeichnung. «Die Fertigung ist standardisiert, Improvisationen sind ausgeschlossen», freut sich Walter Keiser. Ein weiteres Plus: Trotz der Vielfalt weiss die Arbeitsvorbereitung auf einen Klick, wo sich ein Werkzeug gerade befindet, ob es sich im Lager oder als Komplettwerkzeug montiert auf einer der Maschinen befindet. Dadurch werden Doppelbestellungen vermieden und schliesslich Kosten gespart.

Sieben Schnittstellen zeitgleich in Betrieb genommen

Aktuell sind es sieben Schnittstellen, über die TDM mit anderen Systemen verbunden ist. In der Planungsphase war bereits klar, dass die TDM-Schnittstellen die Anforderungen von Pilatus bis zu 80 Prozent erfüllen. Die restlichen 20 Prozent wurden durch Anpassungen realisiert. Das Projektteam um Walter Keiser und die TDM-Spezialisten machten eine Kommunikation zwischen den Planungssystemen SAP, Siemens NX und Vericut möglich. Das bedeutet, heute werden mit aktuellen und korrekten Werkzeugdaten die NC-Programme geschrieben und simuliert. «Die Schnittstellen haben wir alle zeitgleich in Betrieb genommen», so IT-Spezialist Marcel Aregger. Um kein Risiko einzugehen, war die Planungsphase deshalb entsprechend lang und umfangreich, alle Abläufe und mögliche Arten des Datenaustausches wurden vorab definiert und simuliert. Der Vorteil der detaillierten Projektplanung: «Die Einführung erfolgte ziemlich reibungslos, die wenigen Startprobleme wurden von den TDM-Projektverantwortlichen schnell gelöst.»

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