CNC Technologiepaket für dynamische Fräsprozesse

Redakteur: Bernhard Herzog

>> Die komplexe Oberfläche von Turbinenschaufeln wird mit Fünf-Achs-Fräszentren bearbeitet. Neben der Genauigkeit spielt die Produktivität eine wichtige Rolle. Zur Programmierung der CNC-Steuerung arbeitet StarragHeckert, der Hersteller der Fräsmaschinen, eng mit den Entwicklern von Siemens zusammen.

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Detlef Engel, Leiter Drive Technologies, Siemens Schweiz AG, Industry Sector.
Detlef Engel, Leiter Drive Technologies, Siemens Schweiz AG, Industry Sector.
(Bild: Siemens)

her. Die Geometrie von Turbinenschaufeln bestimmt die Effizienz von Flugzeugantrieben, Dampfturbinen oder Turboladern. Der Trend geht dabei klar Richtung dünne Profile aus harten Materialien. Hochlegierte Stähle sind noch die einfachsten Materialien, die in den Fräszentren von StarragHeckert bearbeitet werden. Mittlerweile werden häufig Titan- oder Nickelbasislegierungen in die Maschinen eingespannt. Hinzu kommt, dass die Schaufeln in Serie gefertigt werden – die Produktivität der Maschinen ist für die Kunden von StarragHeckert also entscheidend.

Bei dynamischer Bearbeitung traten bisher Fehler auf der Oberfläche auf: Umkehrmarken, gequetschte Kanten oder Rattermarken. Selbst wenn alle Toleranzen eingehalten wurden, waren auf älteren Turbinenschaufeln oft Ghostlines oder Rattermarken sichtbar. Wenn Bernhard Bringmann, Leiter Technik bei Starrag, heute seinen Kunden eine frisch gefertigte Schaufel zeigt, glauben diese oft nicht, dass die Schaufel nicht nachbearbeitet wurde. Eine solch regelmässige Oberfläche wurde bisher nur mit nachträglichem Schleifen erreicht. Das Schleifen ist aber umstritten, da die Gefahr besteht, dass die Geometrie der Schaufeln verändert wird. Insbesondere die Lufteintrittskanten sind heikel.

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