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SMM Kongress 2013 Vom Magic Gold bis zur Blechbearbeitung

| Redakteur: Matthias Böhm

>> Kaum ein Thema ist entscheidender für die Zukunft eines MEM-Unternehmens als die Produktivität. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer an die Spitze will, muss seine Produktionsprozesse am Optimum fahren. Der SMM-Kongress am 5. Dezember 2013 in der Messe Luzern beleuchtet das Thema aus mehreren Perspektiven: vom leistungsfähigen KMU bis zum grossen Industrieunternehmen Alstom. Und schliesslich zeigt der Luxusuhrenhersteller Hublot SA, wie er das härteste Gold der Welt – härter als Stahl – erfunden hat.

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Prof. Dr.-Ing. Konrad Wegener (IWF ETH Zürich) präsentiert die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Prozessoptimierung.
Prof. Dr.-Ing. Konrad Wegener (IWF ETH Zürich) präsentiert die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Prozessoptimierung.
(Bild: IWF ETH Zürich)

Produzierende Unternehmen, die nicht ständig nach Optimierungen suchen, um die Produktivität nach oben zu schrauben, werden früher oder später auf der Strecke bleiben. Unternehmen, die am Standort Schweiz überleben wollen, müssen in hoch automatisierte Prozesse investieren. Doch gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ist das eine ganz besondere Herausforderung. Das fängt bei den relativ hohen Investitionskosten an und hört bei der Anbindung an die verschiedenen IT-Systeme im Unternehmen noch längst nicht auf. Stellschrauben gibt es viele. Der SMM-Kongress am 5. Dezember in der Messe Luzern geht diesen Thematiken aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund. Auch der Luxusuhrenhersteller Hublot SA ist dabei.

Jean-Claude Biver – ein besonderer Unternehmer

Jean-Claude Biver (Chairman of the Board, Hublot SA Schweiz) hat den heutigen Luxusuhrenhersteller Hublot in nur fünf Jahren von 25 auf über 350 Mitarbeiter hochkatapultiert. Ein Kraftakt sondergleichen. J.-C. Biver gehört zweifellos zu den interessantesten Persönlichkeiten der Schweizer Wirtschaft. Er fasziniert, wo er auftritt.

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Ohne Tradition keine Zukunft

J.C. Biver macht Unmögliches möglich, wenn er beispielsweise jahrelang nach einer Schlüsseltechnologie für ultrahartes Gold sucht … und sie findet, was keiner seiner Wegbegleiter geglaubt hätte. Jetzt hat er 20 Jahre Vorsprung, dank Patent auf das Herstellungsverfahren seines «Magic Gold» mit 70 HRC.

Wenn er darüber spricht, zieht er die Zuhörer in seinen Bann. Das ist nicht nur mitreissend, das ist spektakulär. Bei einem Luxusuhrenhersteller sind Innovation und Tradition symbiotisch eng verknüpft.

J.-C. Biver sagt dazu: «Ohne Innovation keine Zukunft» und gleichzeitig müsse man auch sagen «ohne Tradition keine Zukunft». Die Stärke vieler Schweizer Uhrenhersteller liege in der Verknüpfung von Tradition und Innovation. Zudem würden wir von Schweizer Mentalitäten wie Fleiss, Ehrlichkeit, Treue und von einem auf Konsens ausgerichteten politischen System, das Ausländer zu integrieren vermag, profitieren. Das privilegiert die Schweiz. Dieses Privileg müssten wir respektieren und weiterentwickeln. Wenn uns das gelingt, könne die Schweiz auch das 21. Jahrhundert erobern.

Interveiw mit J.-C. Biver im Tages Anzeiger vom 14.11.2013

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