12. Ostschweizer Technologiesymposium

Werkplatz Schweiz – ein Erfolgsmodell

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Ausgezeichnetes Know-how

Ein ausgezeichnetes Know-how verfügt das Unternehmen in der Kaltmassivumformung, der Tiefziehtechnik, der Kunststoff-Spritzgiesstechnik und der Befestigungstechnik. Abnehmergruppen sind Automobilindustrie und Bauindustrie.

SFS Intec ist weltweit mit Produktionsstandorten vertreten. 40 % der Mitarbeiter sind in der Schweiz beschäftigt, aber nur 5 % des Umsatzes wird in der Schweiz generiert. Gleichwohl steht eine Verlagerung ins Ausland nicht im Fokus. Damit der Produktionsstandort in der Schweiz weiterhin wirtschaftlich bleibt, muss das Optimum im gesamten Produktions- und Vertriebsprozess herausgeholt werden. Dies gelingt nur, wenn die Prozesse kontinuierlich angepasst und optimiert werden. Lean Management steht hier an oberster Priorität und wird nicht nur in der Schweiz, sondern standortübergreifend weltweit praktiziert. Ein Aufwand, der sich letztlich lohnt und die Effizienz des Unternehmens steigen lässt.

Forschung und Industrie verknüpfen

Welche Rolle kann die Forschung und Entwicklung spielen? Dieser Frage ging u. a. ein Direktionsmitglied der Empa nach. Nach Aussage von Prof. Dr. Harald Krug, (Empa, Direktionsmitglied, Abteilung Materials-Biology Interactions) ist für den Erfolg enorm wichtig, dass Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umgesetzt werden. Prof. H. Krug zeigte an verschiedenen Beispielen auf, wie dies gelingen kann.

Kunstrasen aus der Empa

Zum Beispiel die Entwicklung einer Kunstrasenfaser, die den enormen Ansprüchen an die Praxis gerecht wird. Diese Kunstfasern müssen derart ausgelegt sein, dass sie einen zähen inneren Kern haben, um sich immer wieder aufzurichten. Aussen dagegen müssen sie weich sein, damit es zu keinen Verletzungen bei den Sportlern kommt. Das hört sich einfacher an, als es ist. Aber dank der Entwicklungen an der Empa hat ein Kunstrasenhersteller ein Herstellungsverfahren für diese Kunstfasern entsprechend entwickeln können. Die Fasern werden in Serie produziert. Damit ist es möglich, mit dem Kunstrasen eine wirtschaftliche Alternative zu natürlichem Rasen zu bieten.

(ID:35556680)