Das Unternehmen Elso Elbe GmbH & Co. KG aus Hofheim (D) fertigt überwiegend Gelenkwellen und Flansche mit Losgrössen von 5 bis 1000 Stück. Um die Prozesssicherheit zu erhöhen, nutzten die Verantwortlichen seit langem Werkzeug-Überwachungssysteme. Seit 2021 wurde erstmals die Werkzeugüberwachung von UTTec eingesetzt, mit sehr guten Ergebnissen. Die Spezialisten sehen die entscheidenden Vorteile in der einfachen Handhabung und in der Tatsache, dass sich das «UTTm System» steuerungs- und maschinenneutral einsetzen lässt und sich sowohl in neueste als auch in über 20-jährige Werkzeugmaschinen integrieren lässt.
Bei der «EMAG VL300» wurde man in Hofheim zum mehrmaligen Wiederholungstäter. Überwacht werden damit Bohrer, Fräser, Gewindeschneider, generell alle angetriebenen Werkzeuge.
(Bild: Lerch)
Das Unternehmen Elso gehört zur Elbe Group und ist ein familiengeführtes Unternehmen in der 3. Generation und konzentriert sich auf die Herstellung von Antriebslösungen. Dabei fokussiert man sich im Fahrzeugbau mit Kardan-, Doppel- und zentrierte Gelenkwellen auf Off-Highway und Heavy-Duty Anwendungen.
Hierzu zählen insbesondere Land- und Baumaschinen sowie Sonderfahrzeuge. Ausserdem zählen An- und Abtriebsflansche sowie Steckwellen zum Produktportfolio. Zum Kundenkreis zählen Unternehmen aus der Landwirtschaft, dem Bau, Militär, Bahn, Nutz- und Sonderfahrzeuge, sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Die weltweit agierende Unternehmensgruppe produziert mit insgesamt rund 1100 Mitarbeitern an den Standorten Deutschland, Italien, Ungarn, Brasilien und USA. Am Standort Elso in Hofheim beschäftigt das Unternehmen 385 Mitarbeiter.
Erstmalige Investition in Werkzeugüberwachung
Den Anfang machte eine «EMAG»-Maschine, die mit einer Werkzeugüberwachung ausgerüstet werden sollte. Christian Endres (Produktionsleiter, Elso) und seine Kollegen hatten deshalb ständig das Ohr am Markt und beobachteten sehr genau die Entwicklungen der unterschiedlichen Anbieter von Überwachungssystemen. Entschieden hat man sich dann 2021 für das System von UTTec.
Auch kleinere Werkzeuge können sicher überwacht werden
Nach dem ersten Einsatz von «UTTec» wurden bereits zwei Jahre später die beiden «EMAG VL5i» mit den Systemen nachgerüstet.
(Bild: Lerch)
Schon bei den ersten Tests kam den Verantwortlichen sehr entgegen, dass das System auch die eingesetzten kleinen Bohrer von vier Millimetern erkannt hat, die Bruchdaten liessen sich dafür demnach problemlos einstellen. Andererseits haben diese Tests gezeigt, dass das System sehr einfach zu bedienen und zu handhaben war. Nach zwei Jahren war man von dem System so überzeugt, dass zwei weitere «EMAG VL5i» damit nachgerüstet werden sollten.
Bei dieser Investition hatte man bewusst auf einen Benchmark verzichtet, denn die Mitarbeiter waren mit dem UTTec-System äusserst zufrieden. 2025 wurde eine weitere Maschine mit dem System ausgerüstet.
Für Tim Schröter, Geschäftsführer UTTec ist diese Entscheidung nachvollziehbar: «Die einfache Bedienung und Handhabung war hier ein entscheidendes Kriterium. Die Qualifikation der verfügbaren Mitarbeiter, um Werkzeuge einzulernen und zu optimieren, ist nicht mehr so ausgeprägt. Elso hat neben den Standardfunktionen der Erkennung wie Werkzeugbruch, Werkzeug fehlt auch die zusätzliche Verschleissüberwachung im Einsatz. Hier ist der Vorteil bei unserem System, es ist überall die gleiche Überwachung, die gleiche Bedienfläche.»
Diese 28 Jahre alte Doppelspindel-Maschine von Stama mit einer Siemens-Steuerung der 1. Generation wurde 2025 mit dem «UTTec-System» nachgerüstet.
(Bild: Lerch)
Der entscheidende Unterschied war hier, dass das System Torsten Dünninger integriert hat. Demnach war das kein grosses Problem.
(Bild: Lerch)
Wie elementar dieses Argument wird, zeigt die Tatsache, dass in Hofheim sowohl neue wie teilweise sehr alte Bearbeitungszentren im Einsatz sind. So wurde beispielsweise in 2025 auch eine 28 Jahre alte Doppelspindel-Maschine von Stama mit dem UTTec-System ausgerüstet. Die Integration hat man allerdings selbst, bzw. Torsten Dünninger (Leiter Instandhaltung, Elso) vorgenommen. Demnach war das für ihn kein grosses Problem: «Wir haben für jede Artikelnummer und jeden Arbeitsgang eine eigene Programmnummer. So überwachen wir alles, Bohrer, Fräser, Gewindeschneider, ja und auch angetriebene Werkzeuge. Und wenn man sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, ist solch eine Installation kein grosser Aufwand.»
Das System deckt drei Generationen an Steuerungen ab
Die Losgrössen variieren in Hofheim zwischen fünf und 1000 Stück. Das «UTTec-System» wird nur einmalig eingelernt und die Grenzen sind bereits beim zweiten Bauteil gesetzt. Vergleichbare Systeme benötigen dafür meist mehr Bauteile.
(Bild: Lerch)
Besonders interessant sind, in diesem Zusammenhang, die Losgrössen in Hofheim. Die variieren zwischen fünf und 1000 Stück, meist sind diese Losgrössen baugruppenähnlich. So fertigt man beispielsweise ca. 200 000 Gelenke, 800 000 Flansche oder 75 000 Kardanwellen im Jahr. Und auch hier greift der Vorteil der UTTec-Systeme. Das System wird nur einmalig eingelernt und die Grenzen sind bereits beim zweiten Bauteil gesetzt. Vergleichbare Systeme benötigen dafür meist mehr Bauteile. Bei einer Losgrösse von fünf Stück wird das dann sicher zu einem Problem.
Dass man bei Elso bislang auf Standards plus der Verschleissüberwachung setzt, ist kein Zufall. Man betrachtet diese als vollkommen ausreichend und weiss es zu schätzen, dass man nur in Bausteine investieren muss, die benötigt werden. Das soll aber nicht heissen, dass UTTec nicht ständig weiterentwickelt.
Stand vom 30.10.2020
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Auch kleinere Bohrer können überwacht werden
Für Uwe Schröter (Geschäftsführer, UTTec) ist das aber ohnehin ein Muss: «Wir haben natürlich auch schon wesentlich kleinere Bohrer überwacht. Das ist u. a. immer davon abhängig, welche Hard- und Software integriert ist und wie gross die Spindelleistung ist. Unabhängig davon bieten wir auch Lizenzen für adaptive Regelung oder die Bereitstellung von Daten für die Qualitätssicherung. Ganz neu ist auch unsere Überwachung beim Räumen.» Laut Website des Unternehmens liegt der bisher kleinste überwachte Bohrer-Durchmesser bei D = 0,74 mm.
Features oder auch Optionen, die Christian Endres zwar kennt, die für ihn aber, zumindest aktuell weniger sinnvoll sind. Vielmehr geht es darum, dass UTTec alle Siemens-Steuerungen (das sind inzwischen drei Generationen) abdeckt. Dass die Hersteller bzw. Anbieter von Überwachungssystemen kontinuierlich weiterentwickeln ist ihm bewusst, aber seines Erachtens ist UTTec immer einen Schritt weiter: «Ich bin auch für unsere Produktion in Ungarn zuständig. Wird da eine neue Anlage geliefert, ist auch UTTec installiert. Das spricht für sich. Aktuell sind wir aber auch an einer Sondermaschine mit 16 Achsen für unsere Kreuzgelenkwellen. Und ich denke auch hier werden wir wieder auf UTTec setzen.»
Um abschliessend die Frage nach einfacher Bedienung und Handhabung beim Werkzeug einlernen und optimieren zu beantworten. Man könnte das auch zentral über ein lokales Netzwerk oder sogar per WLAN über ein Smartphone einstellen, aber das scheint in Hofheim derzeit noch nicht zur Diskussion zu stehen.
Fazit: Einfache Handhabung – hohe Zuverlässigkeit
Christian Endres, Torsten Dünninger, Tim und Uwe Schröter (v.l.n.r.): Die einfache Bedienung, Handhabung und Zuverlässigkeit sind doch häufig die entscheidenden Investitionskriterien. Durch die Tatsache, dass auch der Einsatz von drei Generationen an Steuerungen möglich ist, muss man nicht mehr lange überlegen.
(Bild: Lerch)
Christian Endres und Torsten Dünninger: «Wir haben tatsächlich zahlreiche Überwachungssysteme von unterschiedlichen Herstellern im Einsatz. Aufgrund der einfachen Handhabung, Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit wurden wir aber bei UTTec zum mehrfachen Wiederholungstäter.»