Zu Gast beim Möbelhersteller USM

Wiederholgenauigkeit in der Möbelproduktion

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Zentrale Fertigungskapazität

Wie eingangs erwähnt, war schon die Vorgängermaschine unverzichtbar. Das Biegezentrum von Schröder sollte jedoch noch mehr Aufgaben übernehmen, da ein Parallelbetrieb aus Platzgründen nicht machbar gewesen wäre. So produzierte nicht nur USM auf Vorrat, sondern auch bei Hans Schröder Maschinenbau dehnte man die Testläufe aus und unterstützte den Kunden mit einem Puffer an fertig abgekanteten Bauteilen. Der Abbau der alten Biegelösung und der Aufbau der neuen haben reibungslos geklappt, dank der gemeinsamen Vorarbeit auch ohne irgendwelche Einschränkungen der Lieferfähigkeit.

Gute Erfahrungen

Normalerweise arbeitet USM im Einschichtbetrieb. In einer Schicht fertigt das Biegezentrum 500 bis 600 Bauteile. Kommt eine Palette mit Blechen, wählt der Maschinenführer das entsprechende Programm in der POS 3000. Die Steuerungen, die bei Schröder im eigenen Haus entwickelt werden, lobt Peter Bigler, Leiter Blechbearbeitung bei USM, sehr: «Um ein neues Produkt zu programmieren, brauchen wir zehn Minuten, mehr nicht.» Sollten die Mitarbeiter ein Problem im Umgang mit der Steuerung haben, hilft Schröder sofort über die Fernwartung. Würde ein Servicetechniker benötigt, wäre er spätestens am nächsten Tag vor Ort. Was in Bezug auf die Wartung auffällt, ist die Verschleissfreiheit. Von Haus aus ist das Biegezentrum durch verschleissfreie, schnelle und präzise Achsen gekennzeichnet – Hans Schröder Maschinenbau setzt im Gegensatz zu anderen Herstellern auf Linearmotoren und Torque-Antriebe statt auf Getriebemotoren und Zahnstangenachsen. Doch auch die Zeiten des hohen Werkzeugverschleisses sind vorbei: In drei Jahren Einsatz musste noch keines der vergüteten Ober-, Unter- oder Oberwangenwerkzeuge (Materialfestigkeit 1100 N/mm²) ausgetauscht werden.

Grösseres Teilespektrum

Das Biegezentrum hat sich als vielseitig einsetzbar erwiesen und das Teilespektrum konnte erhöht werden. Schrägtablare und Ausziehtablare, bei denen früher ein letzter Bug extra gemacht werden musste, können jetzt auf einmal produziert werden. Auch gelochte Bleche, die in den Akustikelementen des USM-Möbelbausystems den Hall in Räumen reduzieren, lassen sich noch sauberer abkanten. «Das Biegezentrum, das passend für unsere Bedürfnisse errichtet wurde, zeichnet sich durch gleichbleibende extreme Genauigkeit aus. Alle damit hergestellten Bauteile entsprechen unseren hohen Qualitätsansprüchen. Die Vorgängermaschine mit ihrer Hydraulik war nicht annähernd so genau», erklärt Peter Bigler. «Dank der Sonderentwicklung der Falzpress-Einrichtung können wir nun die Vorzüge der Schwenkbiegetechnik geniessen und bekommen doch unseren Umschlag sauber geschlossen.» <<

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