3800 bar Druck macht Wasser zur Rasierklinge
>> Wasserstrahlschneidanlagen unterstützen, oft sogar in Linien integriert, zahlreiche Produktionen der Automotive- und Zulieferindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie. «Gerade für komplexe Anwendungen bewähren sich Wasserstrahlschneidanlagen», sagt Guido Kübler, Geschäftsführer des Unternehmens, das sich unter anderem auf die Entwicklung und den Bau von Wasserstrahlschneidanlagen spezialisiert hat. Zwar ist der Beitrag
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Metalle, Keramiken, Lebensmittel, Papier bis hin zu Verbundkunststoffen und Carbon lassen sich mit Wasserstrahlschneidanlagen auch mehrdimensional trennen. Das Verfahren bietet sich dann an, wenn die unterschiedlichen Werkstoffe nicht mit herkömmlichen Verfahren wie Laserschneiden oder Zerspanung behandelt werden können. Das gilt insbesondere für Misch-Kunststoffe, Verbundstoffe und Carbon (CFK).
Mehrere Zentimeter dicken Stahl schneiden
Davon profitieren zahlreiche Branchen, die mit diesen Anlagen die unterschiedlichsten Werkstoffe bearbeiten. Von der Konsistenz des Werkstoffes ist abhängig, ob mit reinem Wasser geschnitten wird oder ob ein Abrasivmittel, meist feinster Quarzsand, hinzugefügt wird, um die kinetische Energie des Druckstrahls zu erhöhen.
Aluminium und Stahl sind die am häufigsten geschnittenen Werkstoffe bis zu einer Dicke von mehreren Zentimetern. Aber auch Titan, Messing und Werkzeugstahl werden präzise getrennt.
Mechanische Belastungen, thermisch bedingte Verformungen entstehen beim Wasserstrahlschneiden nicht, so dass in den meisten Fällen auf eine Nachbearbeitung der Schnittkanten verzichtet werden kann. Zudem ergeben – bei Metallwerkstoffen – sich keine Gefügeveränderungen infolge von Wärmeeinfluss, weshalb dieses Verfahren unkritisch ist, wenn die Werkstoffeigenschaften sich nicht ändern dürfen.
Reines Wasser für Leder, Kunststoff, Schaumstoffe
Wasserstrahlschneiden mit reinem Wasser kommt insbesondere bei der Bearbeitung von Holz, Leder, weichen Kunststoffen, Textilien, Filz, Dichtungsmaterial, Papier, Pappe, Stein- oder Glaswolle, Schaumstoffen, Kork und Gummi zum Einsatz. Dabei werden nur minimale Toleranzen gemessen, die sich in einer Grössenordnung von weniger als 0,1 mm bewegen. «Diese Präzision wirkt sich sehr positiv auf die Qualität aus, was diesen Bearbeitungsprozess besonders effektiv macht», betont Kübler.
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