Kabelloser Messtaster Digital-analoger Messtaster ohne Kabel

Redakteur: Anne Richter

>> Blum-Novotest, Anbieter von qualitativ hochwertiger Mess- und Prüftechnologie, präsentiert auf der Prodex 2012 den schon auf der AMB vorgestellten neuen Messtaster TC64-Digilog. Der Messtechnikhersteller erweitert damit sein Portfolio um ein sehr kompaktes Gerät mit planverzahntem Shark-360-Messwerk, das einerseits kabellos arbeitet und andererseits alle Vorteile eines digital-analogen Tasters in sich vereint.

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Grosse Vorteile bietet das analoge Messen bei der Beurteilung von Flächen und Linien.
Grosse Vorteile bietet das analoge Messen bei der Beurteilung von Flächen und Linien.
(Bild: Blum-Novotest)

ari. Heribert Bucher, Leiter des Geschäftsbereichs Messkomponenten bei Blum-Novotest, erläutert: «Bereits auf der EMO 2011 haben wir mit dem kabelgebundenen Messtaster TC76-Digilog für grosses Aufsehen unter den Fachbesuchern gesorgt. Überraschend war das jedoch nicht, denn anhand erster Projekte und Gespräche mit Kunden war schnell zu erkennen, dass die Digilog-Technologie die Messtechnik für Werkzeugmaschinen revolutionieren könnte. Andererseits wünschten sich vor allem potenzielle Anwender im Fräsbereich eine kabellose Version, die wir nun in Form des TC64-Digilog auf der AMB präsentieren.»

Optimale Lösung für Dreh- und Fräszentren

Während die kabelgebundene Version in erster Linie in Schleifzentren zum Einsatz kommt – beispielsweise in Wälzschleifmaschinen zur Ermittlung von Zahnkopf- und -fussdurchmesser sowie zum Scan von Zahnflanke und Zahnlinie auf Bearbeitungsfehler – ist der Funktaster TC64-Digilog die optimale Lösung für CNC-Fräs- und Drehzentren. Auf Fräszentren wurden bereits positive Tests im Bereich 5-Achs-Zahnradfräsen gemacht. Im Drehmaschinenbereich ist per analoger Messung eine Rundheits-, Planlauf- und Zylindrizitätsprüfung von Werkstücken angedacht, wobei ausserdem der digitale Einsatz als üblicher Werkstückmesstaster möglich ist.

Übertragung unempfindlich gegen Störeinflüsse

Zur Datenübertragung nutzt der Messtaster eine bewährte Funktechnologie, welche bereits in vielen anderen Systemen des Unternehmens zum Einsatz kommt. Anstatt der auf dem Markt üblichen Übertragung via Kanalsprungverfahren oder Kanalzuordnung sendet der Messtaster seine Daten mittels der im eigenen Haus vorangetriebenen BRC-Technologie. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass jedes einzelne Bit eines Funksignals über die gesamte Breite des verwendeten Frequenzbandes läuft, was die Übertragung besonders unempfindlich gegen Störeinflüsse macht. Zudem zeichnet sich die Technologie durch ein einfaches Anlernverfahren und eine sehr schnelle Übertragung zwischen Messtaster und Empfänger aus. Die sonst üblichen Anlernschritte an schwer zugänglichen und verschmutzten Stellen in der Maschine entfallen bei diesem Blum-System komplett.

Integrierte Planverzahnung

Ein weiteres Highlight des digital-analogen Tasters ist das patentierte Shark-360-Messwerk. Die integrierte Planverzahnung bewirkt während des Scanvorgangs eine definierte Auslenkrichtung bei konstanten Auslenkkräften. Eine eventuell auftretende Torsionskraft wird durch die Planverzahnung aufgenommen und hat somit keinen Einfluss auf das Messergebnis. Die Generierung des Schalt- bzw. Analogsignals erfolgt verschleissfrei durch Abschattung einer Miniaturlichtschranke, wodurch eine lange Lebensdauer garantiert ist.

Grosse Vorteile bietet das analoge Messen immer dann, wenn es um die Beurteilung von Flächen oder Linien geht, zum Beispiel wenn eine Werkstückoberfläche auf Bearbeitungsfehler hin überprüft werden soll. Bei Nutzung eines schaltenden Digitaltasters müssen in einem solchen Fall sehr viele Punkte angetastet werden, um eine ausreichende Auflösung zu erreichen. Ein Analogtaster dagegen wird sozusagen scannend über die Oberfläche geführt, wodurch in einem Bruchteil der Zeit deutlich mehr Punkte aufgenommen werden. Dabei werden erstaunliche Geschwindigkeiten erreicht, bis zu 2 m/min sind bei hervorragender Genauigkeit möglich. <<

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