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Engineering eines Flugzeuginnenraums

Redakteur: Anne Richter

>> Engineering-Dienstleistungen spielen in vielen Industrien eine wichtige Rolle und immer mehr Unternehmen beschliessen, 3D-Engineering-Dienstleister zu engagieren, um konkrete und anspruchsvolle Projekte durchzuführen. Creaform hat für einen Kunden mit Hilfe von Scannern ein 3D-Modell vom Innenraum einer Boeing erstellt.

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Freigelegte Struktur für den Scanvorgang.
Freigelegte Struktur für den Scanvorgang.
(Bild: Creaform)

Eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen innerhalb der Geschäftsluftfahrt, Jet Aviation mit Hauptsitz in Basel, hat den Creaform 3D Engineering Service beauftragt, ein 3D-Modell des Innenraums einer leeren Boeing 737-800 zu erstellen. Ziel war es, den Innenraum virtuell darzustellen, damit Jet Aviation das Interieur designen und fertigen kann.

Zeitersparnis und Minimierung der Risiken

3D-Modelle können vor der Verfügbarkeit des Flugzeugs bereitgestellt werden. Dies erlaubt es den Ingenieuren, schon vorab mit dem Design für den Umbau zu beginnen und dabei die Sicherheit zu haben, dass die Konstruktion nur ein Minimum an Eingriffen in die vorhandenen Systeme und Strukturen des Flugzeugs erfordert. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass die Risiken des Projekts im Vorfeld gesenkt werden, indem potenzielle mechanische Störzonen im Voraus erkannt und kostenintensives Design reduziert werden können. Die 3D-Modellierung bietet ausserdem ein erweitertes Context Management (d. h. eine visuelle Plattform, welche die Wechselbeziehung der Konstruktion über alle Ingenieurdisziplinen aufzeigt und potenzielle Konflikte offenbart/verhindert).

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Fixiertes Flugzeug für gleichmässige Datenerfassung

Der Creaform 3D Engineering Service wurde beauftragt, die Kabine und den Laderaum einer leeren Boeing 737-800 zu scannen. Der Prozess beinhaltete ein Vorbereitungstreffen auf einem Flugplatz in Deutschland zwischen dem Flugzeugbetreiber Jet Aviation und Creaform.

Im Sommer 2011 wurde das Flugzeug in einen Hangar gerollt und für drei Wochen auf Stützfüsse gehoben. Die Stützvorrichtung stellte sicher, dass das Flugzeug während der Dauer des Scans fixiert war, um eine gleichmässige Datenerfassung sicherzustellen. Im Innenraum wurden die Bodenplatten und die Verkleidungen entfernt, um die zu scannenden Strukturen und Systeme freizulegen.

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