Fertigungstechnik Högg AG glaubt an die Zukunft

Autor / Redakteur: Matthias Böhm / Matthias Böhm

>> Das Thema Zukunft ist in dem Inhabergeführten Unternehmen Högg AG in Wattwil immer gegenwärtig. Die letzte grosse Investition floss vor über einem Jahr in einen neuen Gebäudekomplex, damit es Platz zum Expandieren gibt. Der junge Geschäftsführer Ivo Högg blickt zuversichtlich in die Zukunft, auch wenn er wegen des starken Schweizer Frankens Gewitterwolken aufkommen sieht. Umso mehr setzt er auf modernste Fertigungsmittel, wie beispielsweise ein neues Mori-Seiki-NT-Dreh-Fräszentrum.

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Dank der Reinraum-Montage können Aufträge generiert werden, an die höchste Ansprüche gestellt werden. Ziel des Unternehmens ist es, sich mittelfristig im medizintechnischen Bereich zertifizieren zu lassen. (Bild: M. Böhm / Högg AG)
Dank der Reinraum-Montage können Aufträge generiert werden, an die höchste Ansprüche gestellt werden. Ziel des Unternehmens ist es, sich mittelfristig im medizintechnischen Bereich zertifizieren zu lassen. (Bild: M. Böhm / Högg AG)

Seit etwas über einem Jahr produziert die 110 Mitarbeiter starke Högg AG in ihrem topmodernen Gebäudekomplex in Wattwil, ganz in der Nähe des Bahnhofs. Der Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens Ivo Högg betont in diesem Zusammenhang: «Das war ganz klar eine Investition in die Zukunft, wenn man nicht an die Zukunft glaubt, dürfte man nicht investieren, auch nicht in Maschinen.» Um es vorwegzunehmen: Bei der Högg AG wird investiert, und zwar gezielt.

I. Högg führt fort: «Bisher waren wir auf mehrere Standorte verteilt. Das war suboptimal. Auch technologisch konnten wir in den alten Gebäuden nicht mehr zeitgemäss produzieren, das fing mit schwingenden Böden an, hörte mit unzureichender Klimatisierung und Intralogistik auf. Hinzu kam, dass wir nicht mehr expandieren konnten. Wegen unserer vielen treuen Mitarbeiter haben wir in der Umgebung nach zukunftsgerichteten Möglichkeiten geschaut und konnten glücklicherweise zentrumsnah unseren neuen Gebäudekomplex errichten.»

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Enorme Umsatzschwankungen

Auf die aktuelle Währungssituation angesprochen, erwidert I. Högg: «Man muss sich immer anpassen, man muss reagieren, aber das war schon immer so. Wir werden in unserem Geschäftsumfeld immer mit Umsatzschwankungen zu leben haben. Erst kürzlich stiegen die Umsätze nach der Krise bis Mitte Jahr um 50 %. Wir mussten das Steuer rumreissen: direkt von der Kurzarbeit zum Volldampf-Geben, innerhalb von 4 Monaten. Zu Beginn der Krise gab es eine Vollbremsung. Das ist nicht so einfach wie beim Autofahren, muss aber gleichwohl reibungslos ablaufen.»

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