Vom Messwerkzeughersteller zum Spezialisten für Präzisionswerkzeuge 100 Jahre Hommel+Keller

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Hommel+Keller feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Das Unternehmen aus Aldingen (D) hat sich vom Messwerkzeughersteller zum Spezialisten für Präzisionswerkzeuge rund um die Drehbearbeitung entwickelt.

Sigmund Grimm, Geschäftsführer der Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH: «Unsere Geschichte zeigt, dass erfolgreiche Unternehmen bereit sein müssen, sich immer wieder neu zu erfinden. Genau deshalb verstehen wir 100 Jahre Hommel+Keller nicht als Rückblick auf Vergangenes, sondern als Motivation für die nächsten 100 Jahre.»(Bild:  Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH)
Sigmund Grimm, Geschäftsführer der Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH: «Unsere Geschichte zeigt, dass erfolgreiche Unternehmen bereit sein müssen, sich immer wieder neu zu erfinden. Genau deshalb verstehen wir 100 Jahre Hommel+Keller nicht als Rückblick auf Vergangenes, sondern als Motivation für die nächsten 100 Jahre.»
(Bild: Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH)

Die Anfänge reichen in eine wirtschaftlich schwierige Zeit zurück: Nach der Insolvenz ihres Arbeitgebers gründeten Jakob Keller und Georg Hommel gemeinsam mit Kapitalgebern aus der Konkursmasse die Hommel+Keller KG. Am 2. November 1926 wurde das Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Übernommen wurden Maschinen, zahlreiche Mitarbeitende und die Schutzmarke «Zeus».

Wirtschaftliche Krisen und der Zweite Weltkrieg prägten die ersten Jahrzehnte. Nach Kriegsende drohten die vollständige Demontage und Sprengung der Fabrik in der französischen Besatzungszone. Durch Verhandlungen erreichte Jakob Keller, dass nur ein Teil der Betriebseinrichtungen abgebaut wurde und die Fabrik erhalten blieb. In den 1950er-Jahren erwarb und erweiterte das Unternehmen das Firmengebäude an der Uhlandstrasse in Aldingen.

Die Rändeltechnik, zunächst für die eigene Messwerkzeugfertigung genutzt, gewann an Bedeutung. 1954 wurde erstmals ein «Zeus»-Rändelwerkzeug patentrechtlich geschützt.

100 Jahre Hommel+Keller
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Konzentration auf die Rändeltechnik

Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre führte der zunehmende internationale Wettbewerb bei Messwerkzeugen zu einer strategischen Neuausrichtung. «Es gab immer mehr Importeure aus Asien, die sich darauf spezialisiert hatten. Dort konnten wir langfristig nicht mehr konkurrenzfähig sein», erinnert sich Geschäftsführer Sigmund Grimm, der 1997 als Assistent der Geschäftsleitung in das Unternehmen eingetreten war. Die Entscheidung, die Messwerkzeugsparte aufzugeben, fiel dennoch nicht leicht. «Als wir die Messwerkzeuge ausräumten, war das ein sehr emotionaler Moment – vor allem für Rudolf Keller, Sohn des Firmengründers», erzählt Grimm. «Damit endete das Kapitel, mit dem sein Vater Jakob Keller die Erfolgsgeschichte von Hommel+Keller begonnen hatte.»

Zugleich schuf die Neuausrichtung die Grundlage für den Ausbau der Rändeltechnik. Internationale Messeauftritte und ein weltweites Händlernetz unterstützten die Erschliessung neuer Märkte.

2014 übernahm Hommel+Keller die Rändelwerkzeugsparte «Quick» von Swarovski Optik. Die Marke ergänzte das «Zeus»-Programm im Bereich der Fräswerkzeuge. Mit Diamant-Glättewerkzeugen, 2017 auf der EMO in Hannover vorgestellt, erweiterte das Unternehmen sein Angebot zur Oberflächenbearbeitung. Auch Verzahnungswerkzeuge ergänzten das Portfolio. Dabei nutzte das Unternehmen seine Erfahrung im Wälz- und Formfräsen aus der Rändelwerkzeugfertigung. Heute umfasst das Portfolio zudem Markier- und Pendelräumwerkzeuge.

Neue Struktur und mehr Kapazität

2017 wurden die Geschäftsbereiche Präzisionswerkzeuge sowie Härte- und Oberflächentechnik organisatorisch getrennt. Grimm übernahm die Geschäftsanteile der Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH als alleiniger Gesellschafter. «Durch die strategische Aufteilung konnten wir uns noch stärker auf unsere jeweiligen Kompetenzen konzentrieren und zielgerichteter investieren», erklärt Grimm.

Mehr als sechs Millionen Euro flossen in den neuen Verwaltungs- und Produktionsstandort in Aldingen, den das Unternehmen 2020 bezog. Dort stehen rund 2000 Quadratmeter Produktionsfläche sowie rund 1000 Quadratmeter für Vertrieb und Verwaltung zur Verfügung. «Wer bei Hommel+Keller arbeitet, soll sich wohlfühlen», so Grimm. «Deshalb war uns wichtig, nicht nur funktionale Produktionsflächen zu schaffen, sondern eine moderne Arbeitsumgebung mit Raum für Austausch, Ideen und Zusammenarbeit.»

In den Folgejahren optimierte Hommel+Keller seine Fertigungsprozesse und Lieferzeiten. Zudem investierte das Unternehmen in moderne Energiekonzepte. Zum Jubiläum stellte Hommel+Keller ein neues, modulares Produktprogramm auf der AMB in Stuttgart vor.

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