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Marktstudie von A.T. Kearney Krisensignale bei Schweizer Maschinenbauern nehmen zu

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

Die Studie „Restructuring Score“ der internationalen Unternehmensberatung A.T. Kearney warnt vor einer möglichen Schwäche des Maschinenbaus. Jedes fünfte Maschinenbauunternehmen hat sich über die letzten Monate in eine kritische Lage gebracht.

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Unter den Maschinenbauern hat sich der Anteil an Unternehmen mit deutlichen Krisensymptomen von 9 auf 14 Prozent erhöht.
Unter den Maschinenbauern hat sich der Anteil an Unternehmen mit deutlichen Krisensymptomen von 9 auf 14 Prozent erhöht.
(Bild: Shutterstock)

Mit 77 800 Mitarbeiterinnen ist der Maschinenbau ein wichtiger Faktor der Schweizer Industrie. Laut der neuen Studie „A.T. Kearney Restructuring Score“ droht diesem Sektor Ungemach. „Gut 60 Prozent aller 207 untersuchten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz weisen Krisensymptome auf. „Besonders betroffen ist die Maschinenbauindustrie. Insgesamt haben 14 Prozent aller Maschinenhersteller mit ernsthaften Krisensymptomen zu kämpfen. Jedes fünfte Maschinenbauunternehmen hat sich über die letzten Monate in eine kritische Lage gebracht“, warnt Nils Kuhlwein, Partner und Managing Director der A.T. Kearney Restructuring GmbH.

Auch in ganz Europa hat sich der Konjunkturhimmel verdunkelt. „Mehr als die Hälfte aller analysierten europäischen Unternehmen weisen Krisenanzeichen auf, besonders viele sind es in Finnland, Deutschland, Norwegen, Spanien und Belgien“, fasst der Experte die Ergebnisse der ersten Ausgabe des „A.T. Kearney Restructuring Score“ zusammen. Der Score erfasst, wie stark die sich verschlechternde gesamtwirtschaftliche Situation bereits bei den Unternehmen angekommen ist und wie diese die finanzielle Performance beeinflusst. Analysiert wurden individuelle Finanzdaten von mehr als 1.000 europäischen Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils über einer Milliarde US-Dollar. Das Ergebnis wird als zentraler Kennwert abgebildet – der „Restructuring Score“.

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Sand im Getriebe der Maschinenbauer

In den meisten Branchen verschlechtern sich die Werte. Unter den Maschinenbauern hat sich der Anteil an Unternehmen mit deutlichen Krisensymptomen von 9 auf 14 Prozent erhöht. Auch im Vergleich zu anderen Bereichen des Automobil-, Industriegüter- und Dienstleistungssektors werden sie deutlich schwächer bewertet. „Das Bild bei den Automobilzulieferern ist dagegen noch nicht ganz so einheitlich. Der Restrukturierungsscore konnte sich zwar bis Juli 2019 von 2,42 auf 2,14 verbessern, hat sich seitdem jedoch wieder verschlechtert. Einerseits weisen knapp die Hälfte aller analysierten Automobilzulieferer Krisenmerkmale auf, andererseits kann die andere Hälfte weiterhin als gesund betrachtet werden“, erklärt Kuhlwein. Viele Unternehmen profitieren noch immer von Aufträgen aus den vergangenen Jahren und können daher Verschlechterungen in ihren Finanzdaten ausgleichen. Dennoch ist die Branche überdurchschnittlich anfällig für regionale und globale konjunkturelle Änderungen, wie dem Brexit oder dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch die sich weiter verschärfenden Klimadiskussionen wirken sich belastend auf die Automobilabsätze aus. Um dem Trend entgegensteuern zu können, seien Anpassungen im Geschäftsmodell aller regionalen Automobilzulieferer notwendig, damit die (finanzielle) Wettbewerbsfähigkeit verbessert wird. Von diesen Entwicklungen konnten sich bis zum Sommer 2019 lediglich Unternehmen im Gesundheits- sowie im Finanzdienstleistungssektor abheben. Alle anderen Industrien (Energie; Kommunikation, Medien & Technologie; Konsumgüter und Handel; Automobil, Industriegüter und -dienstleistungen) blieben auf gleichem Niveau oder verschlechterten sich. „Die Ergebnisse muss man also differenziert betrachten. Manch mediales Untergangsszenario scheint derzeit noch übertrieben, spiegelt sich doch die Situation (noch) nicht zur Gänze in den Kapitalmarktdaten wider. Man kann also sagen: Krisenanzeichen ja – Rezession nein“, resümiert Kuhlwein.

  • 1. Über A.T. Kearney

A.T. Kearney ist eine der weltweit führenden Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen. Das Beratungsunternehmen unterstützt seine Klienten bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation, um langfristig Vorteile zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung von komplexen Produktions- und Lieferketten.

A.T. Kearney wurde 1926 in Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro ausserhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney mehr als 3.600 Mitarbeiter in über 40 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das Unternehmen Klienten klimaneutral. <<

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