Automation und Antriebstechnik

Neues Leitsystem für das KHKW Hagenholz

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Autonome SPS der S7-400-Reihe steuern die Verbrennungslinien

Der Arbeitsplatz des Kranführers ist nur zu normalen Betriebszeiten besetzt. Die übrige Zeit füllt der Kran autonom die Zuführtrichter der Verbrennungsöfen, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Die Öfen verbrennen dabei nur Abfall, es braucht keine zusätzlichen Brennstoffe. Geregelt wird die Verbrennung über die Luft- und Abfallzufuhr. Die Operateure überwachen dabei im Leitstand die Vorgänge. Eingreifen müssen sie selten, denn die beiden Verbrennungslinien werden über autonome SPS-Steuerungen aus der S7-400-Reihe von Siemens gesteuert.

Da der Kehricht über eine Stunde im Brennraum liegt, bis er vollständig verbrannt ist, kann die Leistung nur sehr träge über die Abfallzufuhr geregelt werden. Wesentlich schneller wird sie über die Sauerstoffzufuhr gesteuert. Optimal ist ein Sauerstoffanteil von 9 % in den Abgasen. Hat es zu wenig Sauerstoff, ist es zu heiss im Verbrennungsraum und die Steuerung verringert die Luftzufuhr. Hat es mehr Sauerstoff im Abgas, ist das Feuer zu kalt und das Feuer wird mit zusätzlicher Luft angefacht. Die richtige Temperatur ist deshalb entscheidend, weil bei einer zu tiefen Temperatur der Abfall nicht vollständig verbrennt, und umgekehrt entsteht bei hohen Temperaturen zu viel Stickoxid.

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