Kompakter 3D-Laser für Entwicklung und Produktion Scheibenlaser eröffnet Tor zu neuen Möglichkeiten

Redakteur: Luca Meister

>> Seit Februar ist bei der Noser-Inox AG eine neue Laserzelle in Betrieb. Die komplett neu entwickelte «TruLaser Cell Serie 3000» von Trumpf ist die ideale Lösung für Unternehmen mit breitem Produktspektrum, die ihren Teileausstoss erhöhen wollen. Der Blechbearbeitungsbetrieb setzt den Scheibenlaser interessanterweise aber auch für die Prototypenfertigung ein. Dort kann nun flexibler und kreativer agiert werden.

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Die verschwommene Bildpartie des Schneidkopfes zeigt, wie schnell der Scheibenlaser arbeitet.
Die verschwommene Bildpartie des Schneidkopfes zeigt, wie schnell der Scheibenlaser arbeitet.
(Bild: L. Meister)

Überall dort, wo Tiefziehteile benötigt werden, ist die Noser-Inox AG gefragt. Die Schwerpunkte des in Oberrohrdorf ansässigen Unternehmens liegen einerseits bei Kochgeschirrsortimenten für Haushalt und Gastronomie – das Spektrum reicht vom kleinen Saucen-Pfännchen bis zum 65-Liter-Bouillon-Kessel. Andererseits werden Problemlösungen für technisch anspruchsvolle Anwendungen aus Edelstahl angeboten. Spezialisiert hat man sich auf Bearbeitungsstufen wie Tiefziehen, Hydroforming, Schweissen, Beschneiden sowie Bordieren. Jährlich verarbeitet das 20-Mitarbeiter-Unternehmen ca. 150 Tonnen Rohmaterial, vor allem Chromnickelstahl, und beliefert mit komplett montierten Baugruppen die verschiedensten Industriebereiche. Von der Medizintechnik und Chemie-Branche über den Flugzeug- und Maschinenbau bis zur Lebensmittelindustrie gehören namhafte Firmen aus dem In- und Ausland zum Kundenstamm.

Luxusprodukte

Zunehmend konnten in den letzten Jahren grössere Stückzahlen an Geschirr in den asiatischen und amerikanischen Markt exportiert werden. Reiche Chinesen z. B. wollen qualitativ hochwertige Pfannen; fünfschichtig, womöglich mit 24-Karat-vergoldeten Griffen und hochglänzenden Oberflächen und – nicht zuletzt – in der Schweiz gefertigt. Dies verlangt enormes Fachwissen (vor allem im Bereich Umformung), und dieses muss kontinuierlich erweitert werden.

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Um in der Produktentwicklung flexibler und kreativer zu werden, hielt Noser-Inox im Herbst 2011 erstmals Ausschau nach einer neuen, mit modernster Technologie ausgestatteten Maschine. Ausschlaggebend für diesen Schritt war aber auch die immer schwieriger werdende Zusammenarbeit mit externen Zulieferern im Bereich 3D-Lasern. Deren Lieferzeiten verlängerten sich massiv, verursachten dadurch höhere Kosten und für Prototypen oder kleine Stückzahlen wurden die Konditionen immer unattraktiver. Gerald Warnebold, Produktionsleiter bei Noser-Inox, ergänzt: «Ausserdem sehen es unsere Kunden nicht gern, wenn ihre Teile von uns an Externe weitergegeben werden.»

Hohe Ansprüche

Da bei den meisten Blechteilen Nachbearbeitungsprozesse wie Bohren, Säumen oder Entgraten erforderlich sind, sah man in einem 2D/3D-Laser die ideale Ergänzung zur eigenen Kernkompetenz des Tiefziehens. Dass man sich für die kompakte Laserzelle «TruLaser Cell 3000» und die Strahlenquelle «TruDisk Laser» von Trumpf entschied, hatte gleich mehrere Gründe. Vor Ort stand erstens bereits ein Beschriftungslaser des gleichen Herstellers und zweitens gab es keine andere Maschine auf dem Markt, welche die hoch gesetzten Ansprüche erfüllen konnte: Der Laser sollte klein, sehr flexibel und modifizierbar sein – für Teiledimensionen von 10 bis 600 Millimetern Durchmesser und Tiefzuglängen von 2 bis 500 Millimetern. Hinzu kam, dass man mit dem Service von Trumpf bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt hatte.

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