Kompakter 3D-Laser für Entwicklung und Produktion

Scheibenlaser eröffnet Tor zu neuen Möglichkeiten

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3D-Tiefziehen: komplexe Geometrien

Die Laserzelle und die Strahlenquelle stehen seit Februar in der Fabrikhalle von Noser-Inox. Die Anlage wird mehrheitlich für die Lohnfertigung und den Prototypenbau eingesetzt werden, aber auch für kleinere Produkte für den Gastro-Bereich. Der Grossteil der Produktion besteht aus kleineren Serien von 1 bis 500 Stück. Bearbeitet werden hauptsächlich Dünnbleche von 0,5 bis 2 Millimetern, die nun neu gleich im Anschluss nachbearbeitet werden können.

Speziell an der Investition ist, dass das Unternehmen nicht in erster Linie einen höheren Teileausstoss anvisiert. Vor allem schafft man sich mit dem Laser mehr Flexibilität und Möglichkeiten in der Produktion.

Die neue Technologie wird auch das Tor zu neuen Aufträgen eröffnen, erklärt G. Warnebold: «Wir sind dadurch zudem nicht mehr ‹nur eine Tiefziehbude›, sondern können den Kunden mehr anbieten – vom Blechteil bis zur fertig verpackten Baugruppe.» Man sieht sich in Oberrohrdorf folglich als Komplettanbieter, der tiefzieht, lasert, schweisst, schleift, poliert, bürstet und beschriftet usw. Die Investition ist aber auch ein Schritt in die Zukunft. Dazu Fridolin Noser, Inhaber und Geschäftsführer: «Ich möchte meinem Nachfolger kein Museum hinterlassen. Man soll die Innovation fördern und in der Schweiz behalten.»

Dynamisch und präzis

Mit der TruLaser Cell 3000 bietet Trumpf eine hochflexible Fünf-Achs-Lasermaschine, die zwei- oder dreidimensional schneiden und schweissen kann. Beim Schweissen sind minimale Verzüge und beim Schneiden gratfreie Schnittkanten mit schmalem Spalt und geringer Wärmeeinflusszone selbstverständlich. Die gut zugängliche Zelle mit integriertem Schaltschrank und Kühler, Bediener-Panel mit Schwenkfunktion, High-Speed-Hubtür mit Klemmschutz und aktiv überwachtem Schutzgehäuse zeichnet sich aus durch eine modulare, höhenverstellbare Werkstückaufnahme. Der Maschinenkörper aus Mineralguss dämpft die Schwingungen der dynamischen Achsbewegungen und garantiert somit eine hohe Bahngenauigkeit. Zudem vorhanden sind eine Laserleistungsregelung und integrierte Bearbeitungssimulationen sowie Kollisionsprüfungen. Dies gewährleistet absolute Prozesssicherheit und reproduzierbare Schnittqualität.

Noser-Inox setzt dazu die 3000-Watt-Strahlenquelle «TruDisk Laser 3001» ein (die Zelle ist kompatibel mit sämtlichen Festkörperlasern bis acht Kilowatt). Diese zeichnet sich aus durch ein patentiertes Resonator-Design, das sie unempfindlich gegenüber Rückreflexionen macht, hohe Standzeiten und einen modularen Aufbau. Mit dem Scheibenlaser erweitert sich die Materialvielfalt: Hochreflektive Materialien wie Kupfer- und Messing können damit auch mit gutem Gewissen geschnitten werden.

Spezialisiert

Mit der hochmodernen Laseranlage befindet sich die Noser-Inox AG nun in der Lage, sich weiter zu spezialisieren. «Unsere Kunden wollen die komplexesten Dinge, haben teilweise so hohe Anforderungen, die an der Grenze des Machbaren liegen. Die chinesischen Kunden wollen z. B. nicht nur hochglänzende Pfannen, sondern spiegelglänzende Pfannen. Dafür zahlen sie aber auch», wie G. Warnebold eine alltägliche Situation beschreibt. «Unsere Spezialität liegt darin, zusammen mit dem Kunden Lösungen zu erarbeiten.» Dafür haben sie nun mit der Trumpf-Laserzelle die technisch optimale Unterstützung.

Ausserdem fühlt man sich nach einer ausführlichen Schulung am Trumpf-Standort im deutschen Ditzingen in der Lage, richtig loszulegen. Denn die verschiedenen Blockveranstaltungen (Grundlagenkurs, Bedienerkurs, 2D- und 3D-Programmierkurs) fanden im Schulungszentrum direkt an der Maschine statt. Ausserdem kann man jederzeit auf den Service zurückgreifen. Dazu Fridolin Noser: «Die Mitarbeiter des Service-Teams setzen alles daran, uns zu unterstützen.» <<

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