Industrielle KI Neue Partnerschaft zwischen Siemens und IFS

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An der Konferenz «Realize LIVE Europe 2026» in Amsterdam haben Siemens und IFS eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Mithilfe industrieller KI sollen Hersteller in die Lage versetzt werden, Konstruktion, Produktion und Anlagenleistung in einem durchgängigen Kreislauf («Closed Loop») über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu verbinden – von der technischen Konzeption bis zum betrieblichen Ergebnis.

Durch die Partnerschaft zwischen Siemens und IFS sollen Hersteller in die Lage versetzt werden, technische Erkenntnisse mit der betrieblichen Realität zu verknüpfen.(Bild:  Siemens)
Durch die Partnerschaft zwischen Siemens und IFS sollen Hersteller in die Lage versetzt werden, technische Erkenntnisse mit der betrieblichen Realität zu verknüpfen.
(Bild: Siemens)

Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, die Produktivität ihrer Fertigungsanlagen zu steigern, ihre Gewinnmargen zu schützen und den Wert der Anlagen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg zu erhalten. Zudem müssen sie flexibler und anpassungsfähiger auf Veränderungen reagieren können. Dennoch arbeiten viele Unternehmen nach wie vor mit Systemen für die Produktions- und Instandhaltungsplanung sowie das Lieferkettenmanagement, die nicht miteinander kommunizieren. Dadurch bleiben Konstruktionsabsicht, tatsächliche Leistung und Servicestrategie voneinander getrennt. Ungeplante Ausfallzeiten, nicht aufeinander abgestimmte Wartungspläne, isolierte Produktionsdaten und Störungen in der Lieferkette beeinträchtigen in der Folge den Durchsatz, die Agilität und die Marge.

Gemeinsam wollen Siemens und IFS Herstellern dabei helfen, diese Diskrepanz zwischen der Planung des Fabrikbetriebs und dessen tatsächlicher Abwicklung zu schliessen.

Industrielle KI im Mittelpunkt

Siemens und IFS sind davon überzeugt, dass die nächste Ära der industriellen Leistungsfähigkeit durch die Verbindung von physischer und digitaler Welt geprägt sein wird. Das Ziel der Partnerschaft besteht darin, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Konstruktionsvorstellungen in die betriebliche Realität umzusetzen und diese wiederum in optimierte Konstruktionen einfliessen zu lassen, um so Innovationen zu beschleunigen. Zu diesem Zweck werden führende KI-basierte Systeme für die Produktionsplanung und das Anlagenmanagement miteinander vernetzt.

Der Digital Twin von Siemens vereint die Bereiche Konstruktion, Simulation und Fertigung, während IFS die Wartungshistorie, das Anlagenverhalten und die Daten zum Betriebslebenszyklus liefert. Diese geben Aufschluss darüber, wie sich die Produkte und Anlagen in der Praxis bewähren. Gemeinsam planen die beiden Unternehmen die Schaffung eines geschlossenen Digital Twins, der sowohl auf der Konstruktionsabsicht als auch auf der Leistung im Einsatz basiert. Laut den beiden Unternehmen ist dieser Digital Twin sicher und regelbasiert sowie über die Bereiche Konstruktion, Simulation, Wartungsaufzeichnungen und Fertigungsausführung hinweg überprüfbar und im industriellen Massstab einsetzbar.

Anders als bei generischen KI-Modellen sind in industriellen Umgebungen Genauigkeit, Zuverlässigkeit, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Anpassungsfähigkeit erforderlich, um Optimierung und Agilität voranzutreiben. In der Industrie sind selbst geringe Fehlerquoten inakzeptabel, wenn Entscheidungen die Sicherheit, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften oder kostspielige Fertigungsanlagen betreffen. Der gemeinsame Ansatz der Partner im Bereich der industriellen KI sei auf diese Realität zugeschnitten.

«Industrielle KI schafft nur dann einen Mehrwert, wenn sie sowohl auf technischen Zielen als auch auf der tatsächlichen Leistung in der Praxis basiert», sagte Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software. «Gemeinsam mit IFS bringen wir diese Bereiche zusammen, indem wir Daten aus den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Anlagenlebenszyklus in einer sicheren, kontextbezogenen Datenstruktur miteinander verknüpfen. Durch die Bündelung unserer gemeinsamen Stärken im Bereich der industriellen KI werden wir unseren Kunden unsere Vision eines praktisch nutzbaren Digital Twins näherbringen. Dieser ermöglicht es den Unternehmen, auf die Umsetzbarkeit ihrer Innovationen zu vertrauen.»

«Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Fertigungsanlagen so funktionieren, wie es in der Konstruktion intendiert wurde. Diese Partnerschaft mit Siemens bringt zwei Unternehmen zusammen, die jeweils einen entscheidenden Teil des Puzzles besitzen. Agentic AI ist die entscheidende Neuerung, und führende Industrieunternehmen benötigen Lösungen mit Closed-Loop-Modellen und -Daten sowie einem umfangreichen Kontext, der im aktiven Betrieb keine Fehlinterpretationen zulässt», sagte Mark Moffat, Chief Executive Officer von IFS. «Indem wir unsere gemeinsamen Stärken im Bereich der industriellen KI bündeln, können wir Herstellern dabei helfen, die Lücke zwischen Planung und Realität zu schliessen und echte, messbare Leistungssteigerungen zu erzielen.»

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