Krankheitsbedingte Ausfälle um über 50 Prozent reduziert Verbesserte Ergonomie am Arbeitsplatz

Redakteur: Silvano Böni

Für das Schweizer Unternehmen Bossard ist die Logistik ein bedeutender Erfolgsfaktor. Der Spezialist für Verbindungstechnik ist weltweit im Grosshandel und als Dienstleister tätig. Dementsprechend hoch ist der tägliche Warenumschlag. Bislang wurde mühsam und zeitaufwändig von Hand kommissioniert. Der Vakuum-Schlauchheber JumboFlex 35 von Schmalz hat diesen Prozess optimiert. Sein Einsatz spart Zeit und hat die Ergonomie am Arbeitsplatz deutlich verbessert.

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Verbindungstechnik-Spezialist Bossard setzt beim Kommissionieren von Paketen einen Vakuum-Schlauchheber JumboFlex 35 von Schmalz ein.
Verbindungstechnik-Spezialist Bossard setzt beim Kommissionieren von Paketen einen Vakuum-Schlauchheber JumboFlex 35 von Schmalz ein.
(Bild: Schmalz)

Die Bossard-Gruppe mit Hauptsitz in Zug zählt zu den Marktführern für Verbindungstechnologie in Europa, Nord- und Südamerika sowie der Region Asien-Pazifik. Seit 116 Jahren arbeitet Bossard im Handel und bietet heute bis hin zu Engineering-Dienstleistung den kompletten Kundenservice. Das Unternehmen liefert eine umfassende Produktpalette für mechanische wie elektrotechnische Verbindungen wie Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Dübel und zahlreiche weitere Produkte. Die Engineering- und Consulting-Dienstleistungen sind darauf ausgerichtet, die Produktions- und Fertigungsprozesse der Kunden zu optimieren. Kundenlogistiklösungen dienen dazu, die C-Teile-Bewirtschaftung zu automatisieren.

Belastungen durch Bücken und Heben

Die Bereitstellung von Kartons für den weltweiten Versand erfolgt im Zentrallager in Zug. Bossard hat vor einiger Zeit die Kommissionierung in der Schweiz und auch weltweit an einem Arbeitsplatz vereint. Das hat dem Unternehmen deutliche Effizienzsteigerungen gebracht. Täglich werden rund 2000 Kartons mit bis zu 25 Kilogramm Gewicht kommissioniert. Dies geschah von Hand, war für die Mitarbeiter anstrengend und belastete durch das viele Bücken und Heben den Bewegungsapparat. Immer wieder kam es zu krankheitsbedingten Ausfällen wegen Rücken- oder Hüftproblemen. Die Situation war aus ergonomischer Sicht unbefriedigend. Schliesslich wandten sich die Mitarbeiter an die Geschäftsleitung mit der Bitte, Abhilfe zu schaffen.

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Kritische Stimmen

«Wir haben die Beschwerden unserer Beschäftigten ernst genommen», sagt Jürgen Retelstorf, Team Leader External Material Flow. Für das Unternehmen war das Thema «automatisiertes Handling» Neuland. «Wir haben uns verschiedene Lösungen angeschaut. Einige waren jedoch sehr massiv und unhandlich», schildert Retelstorf. Schliesslich stiess Bossard auf der Suche nach einem geeigneten Projektpartner auf den Vakuumspezialisten Schmalz. Dieser ist seit über 15 Jahren in der Schweiz vertreten und reagierte prompt. Kurze Zeit später war man mit dem Vakuum-Schlauchheber JumboFlex 35 zu Tests unter Realbedingungen vor Ort. Doch unter den Bossard-Mitarbeitern herrschte Skepsis. Der Grund: Bereits vor Jahren hatten die Schweizer eine alte Anlage installiert. Diese war jedoch unhandlich und für den Kommissioniereinsatz nicht geeignet. Sie wurde von den Beschäftigten schlicht nicht genutzt. Warum also sollte eine Lösung von Schmalz nun plötzlich funktionieren?

Diese misstrauische Grundhaltung war für die Schmalz-Spezialisten Herausforderung. Sie besuchten gemeinsam mit Bossard-Mitarbeitern einen Referenzkunden, der einen Vakuum-Schlauchheber von Schmalz samt Krananlage im Einsatz hat. Trotz reibungsloser Funktion der Schmalz-Lösung gab es immer noch kritische Stimmen in den Bossard-Reihen. Daraufhin entschloss sich Schmalz, den Schweizern für einige Wochen ein Testgerät für den Praxiseinsatz zu überlassen. Nach Ende der Testphase waren die Zweifel aus dem Weg geräumt. «Unsere Mitarbeiter wollten den Heber nicht mehr missen. Paletten und Pakete waren im direkten Wirkungskreis des Leihgerätes angeordnet, um die Hebehilfe möglichst gut nutzen zu können», erzählt Jürgen Retelstorf. Die Entscheidung zu Gunsten von Schmalz und gegen Testgeräte von Wettbewerbern war gefallen.

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