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Eine Frage zu Ihrem zweiten Unternehmen hier am Standort Frutigen, der Wandfluh Produktions AG. Wo liegen deren Kompetenzen?
H. Wandfluh: Wir haben dieses Werk 1993 von der Ascom AG übernommen, die vorgängig ihre mechanische Fertigung in Frutigen konzentriert hatte. Wir sind mit etwa 50 Mitarbeitenden gestartet, Ascom blieb vorerst noch Hauptkunde, fiel dann aber nach verschiedenen Strategieänderungen 2002 weitgehend weg. Heute bewegen wir uns erfolgreich in einem anspruchsvollen Segment der präzisen mechanischen Bearbeitung. So beispielsweise für Kurz- und Langdrehen, kubische Bearbeitungen einschliesslich jeglicher Mess- und Prüfoperationen. Ausserdem sind wir hier engagiert in der Herstellung kompletter Baugruppen im Sinne eines «Full Service». Dies beinhaltet von der mechanischen Fertigung der (eher kleineren) Einzelteile über Oberflächenbehandlungen (mit externen Partnern) bis zur Montage, Prüfung und Dokumentation alle gängigen Prozessschritte, ganz nach individuellen Kundenanforderungen. Der gesamte Betrieb ist zertifiziert nach ISO 9001:2008 sowie ISO 13485:2003 für den Wachstumsbereich Medizintechnik, wo wir mit einem Umsatzanteil von gegen 15 % aktiv sind. Auch hier gilt, genau gleich wie in der Hydraulik, durchschnittlich zu sein, ist ungenügend – besser müssen wir sein.
Welches sind in Ihrem Segment typische Wachstumsbranchen, wo sehen Sie Potenzial für die Hydraulik?
H. Wandfluh: Die klassische Maschinenindustrie wird eher stagnieren, aber ich sehe Wachstumspotenzial beispielsweise im Energiebereich bei Wind- und Solaranlagen und auch in der Medizintechnik. Schöne Zuwächse sehen wir auch im Mobil- und selbst im Marinebereich, regional gesehen ganz klar in Asien, wo unser Umsatzanteil in der Zwischenzeit zirka 10 % erreicht hat.
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