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Wieso ist der Werkplatz in der Politik nicht besser vertreten?
H. Wandfluh: In der Tat war bisher der Anteil von Unternehmern aus der Industrie, speziell aus der Maschinenindustrie, in unserem Parlament gering, auch in der jetzt zu Ende gehenden Legislatur. Es ist zu vermuten, dass sich die entsprechende Konstellation in der kommenden Legislatur nicht wesentlich verändern wird. Sicher wäre eine stärkere parlamentarische Vertretung wünschenswert, auch in den Kommissionen wie beispielsweise der Wirtschaftskommission. Die Politik könnte mehr zur Erhaltung guter Rahmenbedingungen für den Produktionsstandort tun. Einiges entwickelt sich unternehmensfeindlich, denken Sie nur an die neu lancierte Erbschaftssteuer-Initiative.
Was könnte die Politik tun, um den Werkplatz zu stärken?
H. Wandfluh: Der Werkplatz braucht mehr denn je zweckmässige Rahmenbedingungen. Die Politik spielt hier natürlich eine grosse Rolle. Sie muss beispielsweise für eine trotz dem angedachten ökologischen Umbau der Energiepolitik sichere Stromversorgung zu günstigen Konditionen sorgen, für erträgliche Steuern und Abgaben, für eine Vereinfachung der administrativen Abläufe auf allen Ebenen und vieles andere mehr. Unternehmensfeindlichen Ansinnen, wie beispielsweise der erwähnten Erbschaftssteuer, muss mit Vehemenz entgegengetreten werden. Selbstverständlich sind wir Politiker laufend daran, wichtige Baustellen zu bereinigen, andererseits entstehen auch immer wieder neue.
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