Dr. Acél & Partner AG: Logistik und Fertigungstechnologie für Fortgeschrittene

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Big is beautiful

Diese Aussage verdeutlichte gleich der erste Fachvortrag von Michael Bretz (Prozessentwicklung QM) von der Meyer Werft GmbH mit Sitz in Papenburg/Deutschland.

Seit der Gründung im Jahr 1795 ist das Familienunternehmen im Schiffsbau tätig.

Heute werden bis zu 340 Meter lange Ozeanriesen vom Luxusliner, über Gasschiffe bis hin zu Flusskreuzfahrtschiffen gefertigt; letztere fahren auch in der Schweiz auf dem Rhein. Bis zu 75000 Tonnen Stahl im Jahr werden auf dem Werftgelände verarbeitet. Trotz dieser gewaltigen Dimensionen hat der Anlagenbauer erfolgreich Lean-Production nach dem Pull- Prinzip mit getakteter Fliessfertigung in allen Fertigungsbereichen eingeführt.

«Hinter einer kompakten Werft muss eine leistungsstarke Logistik stehen», betonte Michael Bretz. Alles folgt just in time: Von der bedarfsgerechten Blechanlieferung in der Materialversorgung über die industrielle Blockfertigung mit Anlieferung in drei verschiedenen Taktzeiten, der Schwerlastlogistik zum Transport der Fertigungsblöcke mit Spezialfahrzeugen und der Lieferung der einzelnen Kabinenmodule per LKW an das Schiff. Eine Besonderheit ist hier der hohe Ausrüstungsgrad der einzelnen Module mit dem Ziel, möglichst viele Komponenten von Anfang einzubauen. Ein Beispiel: Auf einem grossen Transportschiff von über 300 Meter Länge für Fahrten durch den Panama-Kanal werden allein 2000 Kilometer Kabel verlegt.

Die Werftlogistik mit rund 70000 Transporten pro Jahr und einer Fahrleistung von 60.000 KM (2009) reicht bis zum aufwendigen Ausdocken der Ozeanriesen. (Weitere Informationen unter www.meyerwerft.de)

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