Control 2018 Prozessregelung für grössere Werkstücke

Redakteur: Anne Richter

Equator-Prüfgeräte liefern hochgenaue Messdaten bei Masshaltigkeitsprüfungen neben Dreh- und Bearbeitungszentren während des Fertigungsprozesses. Das neue, grössere Equator-500-Prüfgerät ermöglicht jetzt die Messung grösserer Werkstücke mit 500 mm Durchmesser.

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Der Equator 500 mit IPC-Anschluss. IPC ist eine integrale Funktion der Equator Prozessüberwachungs-Software und nutzt aktuelle Daten der letzten Messungen, um die erforderlichen Prozesskorrekturen zu ermitteln.
Der Equator 500 mit IPC-Anschluss. IPC ist eine integrale Funktion der Equator Prozessüberwachungs-Software und nutzt aktuelle Daten der letzten Messungen, um die erforderlichen Prozesskorrekturen zu ermitteln.
(Bild: Renishaw)

Sowohl Geräte der Reihe Equator 300 als auch 500 behalten ihre Genauigkeit auch bei verschiedenen Temperaturänderungsraten innerhalb von 5 ºC und 50 ºC bei und können Scangeschwindigkeiten über 200 mm/s erreichen. Alle Systeme sind mit der anwenderfreundlichen Organiser-Bediensoftware, der EZ-IO-Software für die Automatisierung und einer IPC-Software (IPC steht für Intelligent Process Control - intelligente Prozessregelung) zur Aktualisierung von Werkzeugkorrekturen auf CNC-Werkzeugmaschinen kompatibel.

Grösseres Messvolumen

Equator 500 besitzt einen Arbeitsbereich mit 500 mm Durchmesser in der X/Y-Ebene und 250 mm in Z bei Verwendung des SM25-2-Scanmoduls. Dieser Bereich lässt sich mit dem SM25-3-Scanmodul bis auf 400 mm in Z erweitern, sodass bis zu 200 mm lange Tastereinsätze deutlich mehr Merkmale erreichen können. Die Grundplatte von Equator 500 ist für ein Werkstück und Spannmittel mit einem Gesamtgewicht von bis zu 100 kg ausgelegt. Im Verhältnis zu seinem Arbeitsbereich besitzt das Prüfgerät selbst eine sehr kleine Stellfläche von nur 920 mm mal 924 mm und ist damit extrem platzsparend. Dadurch können Hersteller grösserer Bauteile Equator 500 leicht in der Werkstattumgebung neben ihren Produktionsmaschinen aufstellen. Typische Anwendungsgebiete sind die Herstellung von Pkw- und Lkw-Getrieben sowie Motorverkleidungen, Antriebsstrang-Komponenten wie Pleuel und Differenzialgehäuse, in der Aufhängung verwendete Gussteile, Pressteile, Ventile und Pumpen.

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Extrem schnelle Messung von Grösse, Position oder Geometrie

Die meisten Anwender von Equator-Prüfgeräten benötigen kurze Zykluszeiten, um den Durchsatz in ihren Fertigungsprozessen zu maximieren. Beide Prüfgeräte, Equator 300 und 500, ermöglichen schnelle Scans sowie Antastungen mit hoher Geschwindigkeit an einer Vielzahl verschiedener Merkmale, und das bei beständig hoher Wiederholgenauigkeit. In jahrelanger Kundenerfahrung mit Equator-Prüfgeräten wurde die Messfähigkeit von Grösse, Position und Geometrie auf einem einzigen Gerät bewiesen. Dadurch müssen Bauteile nicht vor der Geometrie- und Formmessung kritischer Merkmale auf die Messraumtemperatur stabilisiert werden.

Genauigkeit bei schnellen Temperaturwechseln, jetzt über einen Bereich von 45 ºC

Klimatische Bedingungen können zu täglich und jahreszeitlich schwankenden Temperaturzyklen führen. Beispielsweise kann die Temperatur in einer frühmorgens kalten Maschinenhalle sowohl durch die Aussenbedingungen als auch das Warmlaufen der Maschinen steigen. Das Prüfgerät kompensiert dies nachweislich durch Remastering, sodass genaue Messungen bereits ab der Produktion des ersten Bauteils möglich sind und auch weiterhin trotz wechselnder Bedingungen gewährleistet werden.

Automatische Aktualisierung von Werkzeugkorrekturen direkt vom Equator 300 und 500

Die Baureihe Equator ist mit der neuen IPC-Software kompatibel, die eine konstante Überwachung und automatische Anpassung von Bearbeitungsvorgängen ermöglicht und dafür sorgt, dass die Teileabmessungen eng den Sollvorgaben folgen und deutlich innerhalb der Kontrollgrenzen des Prozesses liegen. Durch diese Korrektur von Prozessdrift wird eine Verbesserung der Teilequalität und Fertigungskapazität erreicht und gleichzeitig der Ausschuss reduziert. Aufgrund der Nähe des Equator-Prüfgeräts zum CNC-Prozess können Korrekturen schnell während des Fertigungsprozesses durchgeführt werden. Verzögerungen werden so vermieden und die Teile müssen auch nicht mehr durch eine Endkontrolle am Ende des Fertigungsprozesses geprüft werden. Ein Equator-Prüfgerät kann an eine oder mehrere CNC-Werkzeugmaschinensteuerungen angeschlossen werden.

Auf spezifische Fertigungsvorgänge abgestimmte Prozessregelung

IPC-Software kann den Durchschnitt der Ergebnisse von verschiedenen Teilen ermitteln, um den tatsächlichen Prozessmittelwert zur Korrektur kritischer Schneidewerkzeuge zu bestimmen. Für die Prozessregelung muss oftmals nur ein bearbeitetes Merkmal pro Schneidwerkzeug gemessen werden, während bei sonst typischen Qualitätssicherungsanwendungen viele Merkmale geprüft werden. Häufigkeit und Umfang der Aktualisierung von Korrekturwerten können für jedes Merkmal einzeln (unter Berücksichtigung der jeweiligen Konstruktionstoleranzen, Prozessabweichungs- und Werkzeugverschleisswerte) eingestellt werden.

IPC ist eine integrale Funktion der Equator-Prozessüberwachungs-Software und nutzt aktuelle Daten der letzten Messungen, um die erforderlichen Prozesskorrekturen zu ermitteln. Die Verbindung mit einer kompatiblen Werkzeugmaschine herzustellen, kann ebenso einfach sein, wie die Equator-Steuerung mittels Ethernet-Kabel an eine CNC-Maschine anzuschliessen.

Weniger Abhängigkeit von Fachkräften

Durch die automatische Prozesskorrektur mittels IPC-Software werden mögliche Fehler durch manuelle Dateneingabe ausgeschlossen. Zudem werden keine Fachleute mehr benötigt, um die herkömmlichen Messprotokolle zu entschlüsseln und in einen Prozesskorrekturwert für die CNC-Maschine umzuwandeln.

Erhältlich mit neuem automatisiertem Teilebestückungssystem

Mithilfe der neuen EQ-ATS (Equator Automatischen Transfersysteme) für Equator-300- und Equator-500-Prüfgeräte können Werkstücke vor dem Prüfgerät auf eine Aufspannplatte geladen und mittels automatischer Programmsteuerung in das Messvolumen hinein- und wieder herausbefördert werden. Ihre Einsatzmöglichkeiten reichen von der manuellen Bestückung durch Bediener, Krane oder Gabelstapler bis hin zur Roboterbeladung in der automatisierten Fertigungszelle. Dabei ist das Equator-Prüfgerät jederzeit vor versehentlicher Beschädigung geschützt. Das EQ-ATS ist einfach integrierbar und wird direkt mit dem Fuss des Equator-Prüfgeräts verschraubt. -ari- SMM

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