Personal Wie Chefs in neun Schritten die richtigen Leute finden

Von Claudia Otto 6 min Lesedauer

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Stellenanzeigen erinnern oft an ein Wunschkonzert. Echte Anforderungsprofile sind selten. Doch diese sind Grundvoraussetzung für eine effektive Suche. Wollen Unternehmen passende Mitarbeiter finden, ohne unnötig Zeit zu verschwenden, sollten sie ihren Auswahlprozess unter die Lupe nehmen.

(Bild:  Fotolia)
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Wenn Chefs die besten Mitarbeiter suchen, geschieht das oft in unstrukturierten Abläufen: Zu sehen ist das jeden Samstag in den Stellenanzeigen der Tageszeitungen. Durchsetzungsstark und teamfähig sollen die Bewerber sein, mehrsprachig in Wort und Schrift, Auslandserfahrung vorweisen können – aber nicht älter als 30 Jahre sein.

Was es beim Auswahlprozess zu beachten gilt
Checkliste
  • Im Stellenprofil die Aufgaben exakt beschreiben. Statt Floskeln wie „motiviert“ besser das konkrete Ziel formulieren. Zum Beispiel bei einem Verkäufer die Anzahl der zu gewinnenden Neukunden pro Jahr. Diese Angaben dienen später auch als Meilensteine in der Probezeit.
  • Netzwerkpflege: Personalverantwortliche sollten sich jeden Tag zurücklehnen und überlegen, wen sie heute Interessantes kennengelernt haben und wer davon potenzielle Bewerber kennen könnte.
  • Ein Personalfragebogen dient der Vorauswahl. Nur wer antwortet, hat Interesse. Gleiches gilt für das Telefoninterview, das vor dem Bewerbungstag stattfindet. Es ist weniger zeitintensiv und dient als Vorfilter.
  • Interviews werden am Bewerbungstag nicht nur vom Chef geführt, sondern auch von den Kollegen, die über das Fachgebiet des Bewerbers Bescheid wissen. Am Bewerbungstag sollte klar werden, ob der „Typ“ auf die ausgeschriebene Position passt.
  • Die besten Referenzen sind ehemalige Chefs. Wer es ausprobiert, erfährt schnell warum.
  • Topkandidaten haben oft mehrere Stellenangebote in Aussicht. Wer diese für sein Unternehmen begeistern will, muss das tun. Philosophie und Vorzüge der Firma lassen sich gut bei einem gemeinsamen Essen darstellen.

Schritt 1: Richtiges Anforderungsprofil erstellen

Ein richtiges Anforderungsprofil ist das nicht, es fehlen messbare und machbare Ziele. „Wir erzielen derzeit 1 Mio. Euro Umsatz mit einer bestimmten Maschinenserie. Der gesuchte Verkäufer muss innerhalb eines Jahres diesen Umsatz verdoppeln“ – das ist dagegen eine echte Anforderung und der erste Schritt, um effektiv die richtigen Leute zu finden. Umsatz ist ein wichtiges Ziel, aber ideal sind drei bis fünf weitere Meilensteine: etwa dass die Maschinen Zusatzausstattungen haben im Durchschnitt von 20.000 Euro oder der Verkäufer eine Kundenzufriedenheitsquote von 95 % erreicht oder dass er drei Verbesserungsvorschläge pro Monat einreicht.

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