CNC-Radien-Innenrundschleifmaschinen Ladesystem mit einfacher Bedienung

Von Anne Richter

Anbieter zum Thema

Auf der EMO 2021 in Mailand hat Studer mit dem Roboload ein neues Ladesystem für CNC-Radien- Innenrundschleifmaschinen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Alleinstellungsmerkmal des Ladesystems ist die einfache Bedienung.

Be- und Entladesituation Studer Roboload.
Be- und Entladesituation Studer Roboload.
(Bild: Studer )

Ladesysteme für CNC-Radien-Innenrundschleifmaschinen – das war bisher nicht so einfach. Die besonderen baulichen Merk­male der Rundschleifmaschinen, wie ein hoher Werkstückspindelstock, und die damit einhergehenden geometrischen Restriktionen machen die Entwicklung einer Roboterlösung zu einer gros­sen Herausforderung. Studer hat nun ein System entwickelt, das nicht nur die baulichen Anforderungen erfüllt, sondern auch einen vergleichsweise geringen Platzbedarf aufweist und ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Für den Nutzer ist der Studer Roboload ohne Programmierkenntnisse zu bedienen, er ermöglicht eine grosse Flexibilität in der Fertigung und ein hohes Mass an Bedienkomfort.

Bei den Radien-Innenrundschleifmaschinen Studer S121, S131 und S141, die unter anderem bei der Matrizenproduktion etwa für die Verpackungsindustrie zum Einsatz kommen, verfügt die automatische B-Achse über einen Schwenkbereich von –60° bis +91°. «Deshalb muss die Automation raus aus der Maschine, um dieser die Freiheit zum Schwenken zu lassen», erklärt Daniel Schafroth, Bereichsleiter Systeme bei Studer.

Bildergalerie

Grosse Speicherkapazität auf geringem Raum

Deshalb hat Studer mit dem Roboload nun einen externen Lader entwickelt, der mit 1,50 Meter Breite nur halb so schmal ist wie die Maschinen selbst. «Das ist nicht unwesentlich», betont Schafroth, «denn in modernen Produktionshallen wird der Platz effizient ausgenutzt.» Auf diesem vergleichsweise geringen Raum bietet der Roboload auf sechs Ablagen mit einer Grösse von jeweils 1080 x 320 Millimetern viel Platz für Werkstücke.

Beladen werden die Ablagen per Hand. «Es geht hier nicht um eine Grossserienfertigung, sondern etwa um eine mannlose Produktion in der Nachtschicht oder darum, Pausen in anderen Produktionsprozessen sinnvoll zu nutzen», unterstreicht Schafroth. Für die Werkstücke können beliebige Schleifprogramme aufgerufen werden. Der Studer Roboload arbeitet diese ab, legt jedes Werkstück nach der Bearbeitung wieder am exakt gleichen Platz ab.

Einfache Bedienung dank Einrichtassistent

Das entscheidende Kriterium bei der Entwicklung des Studer Roboload war die Einfachheit der Bedienung. Der Einrichtassistent, den der Automationsspezialist Wenger aus Winterthur entwickelt hat, setzt keine Programmierkenntnisse beim Einrichter oder Maschinenbediener voraus. «Grafisch unterstützt werden die Schritte auf dem 19" grossen, intuitiv zu bedienenden Display dargestellt», erklärt Geschäftsführer Michael Wenger.

«Bereits seit 25 Jahren verbindet uns eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft mit Wenger», erklärt Daniel Schafroth. Die Anforderung an den Partner war diesmal: Innerhalb von 15 Minuten soll ein Bediener ein neues Werkstück einrichten können, inklusive des Umrüstens des Greifers. «Und das ist uns gelungen», freut sich Wenger.

Roboload im Detail:

  • Roboter: Fanuc M10-iD 10L.
  • Steuerung Siemens Simotion.
  • Greifer mit Schnellwechselbacken, umrüstbar auf: Einfachgreifer für Teile bis 7 kg Gewicht oder Doppelgreifer für Teile bis 2,8 kg Gewicht.
  • Maximale Teilgrösse: Durchmesser 260 mm, Länge 10–100 mm.
  • Werkstückspeicher: 6 Ablagen à 1080 x 320 mm.
  • Intuitives 19"-Touch-Bedienpanel. -ari- SMM

(ID:48025484)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung